Eine immer extremere Dürre trifft Somalia und betrifft bereits 4,61 Millionen Menschen aufgrund von Wasser- und Nahrungsmittelknappheit.

Die Krise schreitet mit Macht voran und verschärft einen Umwelt- und humanitären Notstand.

Das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) warnt, dass sich die Bedingungen im ganzen Land verschärfen. Der Mangel an Regen und die Hitze reduzieren die verfügbaren Wasserressourcen.

Aus diesem Grund erklärte die somalische Regierung Ende November den nationalen Notstand. Dennoch verschlechtert sich die Situation täglich durch Ernteverluste, Viehsterben und zunehmende Binnenvertreibungen.

Der Mangel an oberirdischem und unterirdischem Wasser legt 171 Brunnen still. Diese Auswirkungen beeinträchtigen die landwirtschaftliche und tierische Produktion in mehreren Regionen.

Sequía extrema en Somalia

Extreme Dürre in Somalia und Wasserkrise

Die langanhaltende und extreme Dürre in Somalia verursacht einen weit verbreiteten Wassermangel. Laut OCHA führt das Phänomen bereits zu schweren Verlusten bei lebenswichtigen Lebensgrundlagen.

Die Organisation weist darauf hin, dass ohne dringende Hilfe die Konvergenz von Dürre, Vertreibung und Krankheitsausbrüchen die Ernährungssicherheit weiter verschlechtern kann.

Die Agentur warnt vor zunehmenden Risiken für die Ernährung, Gesundheit und den Schutz von Millionen. Die Krise könnte sich in den kommenden Monaten geografisch ausweiten.

Humanitäre Partner liefern Lebensmittel, Wasser und medizinische Hilfe. Die Antwort wird jedoch durch den Mangel an Mitteln und verfügbaren Ressourcen eingeschränkt.

Die OCHA schätzt, dass 852 Millionen Dollar benötigt werden, um 2,4 Millionen Menschen zu helfen. Aber die tatsächliche Anzahl der Bedürftigen beläuft sich auf 4,8 Millionen, was kritische Lücken hinterlässt.

Vertreibungen und gescheiterte Regenzeiten

Die Zahl der durch die Dürre vertriebenen Personen nimmt in Somalia extrem zu. Die OCHA erhöht die Zahl auf 490.730, weit über den vorherigen Aufzeichnungen.

Zwischen September und Dezember wurden 120.000 Vertriebene durch die extreme Dürre in Somalia gezählt. Jetzt spiegelt der Anstieg die schnelle Verschlechterung der Umweltbedingungen wider.

Der Mangel an Regen zwischen Juli und September betrifft den Norden des Landes. In der Zwischenzeit erstreckt sich der Mangel an Niederschlägen zwischen Oktober und Dezember auf das gesamte Gebiet.

Die nördlichen Regionen leiden unter einer vierten aufeinanderfolgenden gescheiterten Regenzeit, da die Niederschlagsmengen erneut 60 % unter dem Durchschnitt lagen.

Die OCHA hebt hervor, dass es sich um die trockensten Bedingungen seit 1981 handelt. Diese Tatsache verstärkt die klimatische Dimension des Ereignisses.

Sequía extrema en Somalia afecta a casi 5 millones

Extreme Hitze und Risiken für die öffentliche Gesundheit

Die Trockenzeit, die sich von Januar bis März erstreckt, verschärft die Krise. Die aktuellen Bedingungen werden als extreme Dürre beschrieben.

Die Hitze erreicht zwischen 35 und 40°C, was den Wasserverlust beschleunigt. Die Weiden sind ausgetrocknet und die Brunnen erschöpfen sich schnell.

Die immer extremere Dürre in Somalia erhöht die Wasserkosten und verschärft gesundheitliche Risiken. Die öffentliche Gesundheit steht vor neuen Bedrohungen.

Zu den derzeit wichtigsten Auswirkungen gehören:

Weit verbreiteter Mangel an Trinkwasser

Verlust von Ernten und Vieh

Zunahme von Binnenvertreibungen

Brunnen in mehreren Regionen außer Betrieb

Höheres Risiko von Krankheiten und Unterernährung

Die OCHA besteht darauf, dass die Hilfe dringend ausgeweitet werden muss. Ohne ausreichende Ressourcen kann sich die humanitäre Krise in den kommenden Monaten vertiefen.

Die extreme Dürre in Somalia festigt sich als eine der schwerwiegendsten Umweltkrisen der Gegenwart mit direkten Auswirkungen auf Millionen von Menschen.