Die Überlingerin Agnes Langlois hat sich vor vielen Jahren mit den Menschen in Uganda eng verbunden. Die ehemalige Lehrerin der Jörg-Zürn-Gewerbeschule war Mitte der 90er Jahre erstmals mit einer internationalen, überkonfessionellen Gruppe in das afrikanische Land gereist. 2010 fuhr sie ein weiteres Mal an das Nordufer des Victoriasees. Sie besuchte damals einen Schüler, für den sie eine Schulpatenschaft übernommen hatte. Seither reist sie Jahr für Jahr nach Uganda, um Hilfsprojekte in der Nähe der Stadt Jinja am Nordufer des Victoriasees zu unterstützen. 

Schulpartnerschaften und Musterfarm

Mit dem Verein „Förderung Jugendlicher und Frauen in Uganda“ hat sie sich ganz der Aufgabe verschrieben, Kinder und Frauen in Uganda durch Bildung, Schulungen und praktische Projekte zu stärken. Agnes Langlois schreibt: „Mit Schulpatenschaften, Frauengruppen und einer landwirtschaftlichen Musterfarm schaffen wir konkrete Perspektiven und nachhaltige Veränderungen für die Menschen dort und befähigen sie, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“

Mit dieser Hilfe für junge Menschen und Frauen in Uganda bewirbt sich der Verein um den Crescere Futurumspreis. Dieser wird im Rahmen des SÜDKURIER Zukunftspreises gemeinsam mit der Crescere Stiftung Bodensee vergeben.

Zusammenarbeit mit Partnerverein

Der deutsche Verein arbeitet mit dem ugandischen Partner Jamii Tofauti zusammen. Sie wollen das Selbstbewusstsein von Frauen und Jugendlichen durch Förderung individueller Fähigkeiten stärken. Schulungs- und Unterstützungsarbeit helfen den Frauen, ihre Berufs- und Marktchancen zu verbessern. Aber es gehe auch um Themen wie Familienplanung, gesunde Ernährung und Gesundheit. Agnes Langlois: „Mit vergleichsweise kleinen Mitteln erreichen wir konkrete Verbesserungen im Leben von Kindern und Familien – und schaffen Perspektiven, die weit über den Moment hinaus wirken.“

Etwa durch den Aufbau einer Musterfarm. Agnes Langlois: „Wir vermitteln nachhaltige Methoden des biologischen Anbaus: klassisch im Beet und im Rahmen von Urban Farming – ideal für Frauen mit wenig oder keinem Land.“ So könnten Familien eigenes Gemüse ziehen und verkaufen. Ein Animalhouse vermittelt artgerechte und nachhaltige Tierhaltung.

SÜDKURIER Zukunftspreis

Die eingereichten Projekte der Vereine werden hier in einer redaktionellen Serie vorgestellt und anschließend von einer Jury bewertet. Zusätzlich können Leserinnen und Leser vom 7. September bis zum 9. Oktober 2026 online für ihr Lieblingsprojekt abstimmen. Mit dem SÜDKURIER Zukunftspreis soll sichtbar gemacht werden, wie viel Gestaltungswille in der Region vorhanden ist und wie gemeinsames Engagement die Heimat nachhaltig stärkt. Weitere Infos unter www.sk.de/zukunftspreis.

Alle eingereichten Projekte finden Sie hier.