Eine Schneise der Verwüstung teilt den Tiergarten in Berlin, Elefanten laufen in einen Supermarkt, im nachfolgenden Chaos wird dieser geplündert. Knöterich hat den Fernsehturm komplett verschlungen, das Spreeufer verschwindet unter der „Hottentottenfeige“, Wilderer machen Jagd auf das Elfenbein, zweitausend Tonnen Elefantenkot am Tag müssen weggeräumt werden. Aus Deutschland wird eine dystopische Landschaft, zerstört von Elefantenherden. Aber wo kamen die her?
Der Berliner Politikbetrieb dreht durch. Bis der – fiktive – botswanische Präsident Tebogo in einer Videoschalte erklärt, der Westen habe Botswana gebeten, bedrohte Tierarten zu schützen, das habe er getan, und nun hätten sie 130 000 Elefanten. „Kinder werden auf dem Weg zur Schule niedergetrampelt. Ich lasse mein Volk hungern, damit die Elefantenherden weiterwachsen“. Man habe zuletzt 9000 Elefanten an Angola abgegeben, aber das reiche nicht. Das deutsche Einfuhrverbot für Jagdtrophäen, also auch für Elfenbein, richte immensen Schaden an. Hinzukomme: Wenn Trophäenjäger ausblieben, verliere das Land jährlich Millionen. Geld, das auch in Schulen fließe. Europäer wollten ihnen Vorschreiben, wie sie zu leben hätten. „Vielleicht solltet ihr einfach mal selbst versuchen, mit Megafauna zurechtzukommen.“ Deshalb habe er Deutschland 20 000 Elefanten geschenkt.