Nach mehr als zehn Jahren
Neuer Direktflug führt von Düsseldorf ins Krisengebiet
01.06.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Tripolis von oben (Archivbild): Ab sofort fliegen Airbus-Maschinen zweimal wöchentlich direkt von Düsseldorf nach Libyen. (Quelle: xWirestockx via imago-images.de)
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Ab sofort starten wieder Nonstop-Flüge von Düsseldorf in die libysche Hauptstadt Tripolis. Die Verbindung soll Reisen für Geschäftsleute und Entwicklungshelfer erleichtern.
Der Flughafen Düsseldorf erhält erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder eine Direktverbindung nach Libyen. Die Fluggesellschaft Medsky Airways verbindet Düsseldorf ab sofort ohne Umstieg mit der libyschen Hauptstadt Tripolis.
Die Airline bietet die Strecke zweimal pro Woche, jeweils freitags und sonntags. Zum Einsatz kommt ein Airbus A320. Die Flugzeit beträgt rund drei Stunden.
Mit der neuen Verbindung können Reisende erstmals seit 2014 wieder ohne Umstieg von Deutschland nach Tripolis fliegen. In den vergangenen Jahren war die libysche Hauptstadt nur über andere Flughäfen erreichbar.
Direktflug nach Tripolis soll Verbindung erleichtern
Die Fluggesellschaft richtet das Angebot vor allem an Menschen mit familiären oder persönlichen Beziehungen nach Libyen. Zudem soll die Verbindung Geschäftsreisenden und Unternehmen zugutekommen, die in den Bereichen Energie, Infrastruktur oder Gesundheitswesen tätig sind. Auch Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Kooperation zählen zur Zielgruppe.
Nach Angaben des Flughafens soll die Strecke die Verbindungen zwischen Deutschland und Nordafrika stärken und Reisen für persönliche Treffen sowie wirtschaftliche Projekte erleichtern.
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Libyen
Für Reisende bleibt die Sicherheitslage in Libyen allerdings unsicher. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor Reisen in das nordafrikanische Land. Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, Libyen zu verlassen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes besteht insbesondere in den südlichen Landesteilen ein Risiko terroristischer Anschläge. Die staatlichen Sicherheitskräfte könnten keinen ausreichenden Schutz gewährleisten.
Zuletzt kam es im Mai 2025 nach dem gewaltsamen Tod eines Milizenführers zu schweren Gefechten im Zentrum von Tripolis und in umliegenden Stadtteilen. Trotz eines Waffenstillstands treten weiterhin bewaffnete Auseinandersetzungen auf. Eine erneute Eskalation der Lage kann dem laut Auswärtigem Amt nicht ausgeschlossen werden.
