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Plötzlich war der Titel futsch! Das Berufungsgericht des afrikanischen Fußball-Verbands CAF hat dem Senegal den Sieg beim Afrika-Cup aberkannt und Marokko nachträglich den Titel zugesprochen. Die Marokkaner hatten nach dem völlig aus dem Ruder gelaufenen Finale in Rabat (Senegal siegte 1:0 n.V.) Einspruch eingelegt. Das Gericht wertete die Partie nun mit 3:0 für die Turnier-Gastgeber.
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Der Senegal reagierte noch am Dienstagabend auf die Nachricht und erklärte, man werde die nicht akzeptieren und vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow im staatlichen Rundfunk RTS: „Wir werden Kontakt mit unseren Anwälten aufnehmen und Rechtsmittel einlegen. Wir werden vor nichts zurückschrecken. Das Recht ist auf unserer Seite“, sagte er. Die Entscheidung des Berufungsgerichts sei eine „Schande für Afrika“.
Einer der ersten Senegal-Spieler, der auf die bitteren News reagierte, war Pathé Ciss (32), Mittelfeldspieler von Rayo Vallecano, der mehrere Fotos von sich in den sozialen Medien veröffentlichte, auf denen er mit der Medaille und dem Titel des Afrikameisters posierte. Dazu spottete er bezogen auf die neue Spielwertung von 3:0 für Marokko: „Den Heulsusen könnt ihr noch drei Tore geben.“
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Das Finale in Rabat hatte aus mehreren Gründen als Skandalspiel weltweit Schlagzeilen gemacht. Der Senegal hatte das Feld verlassen, als Marokko kurz vor Ende der Partie einen Elfmeter zugesprochen bekam. Nationaltrainer Pape Thiaw (45) schickte sein Team in die Kabine.
Erst als Ex-Bayern-Star und Senegal-Kapitän Sadio Mané (33) einschritt, kam die Mannschaft nach einigen Minuten wieder auf den Platz, berichtete Mittelfeldspieler Lamine Camara (22) später: „Wenn Sadio redet, hört jeder zu. Wir haben auf ihn gehört und es lief gut für uns.“ Den umstrittenen Elfmeter für Marokko vergab Real-Profi Brahim Díaz (26), Pape Gueye )27) erzielte in der Verlängerung schließlich das Siegtor für den Senegal.