Burkina Faso ist ein westafrikanischer Binnenstaat, der südlich des Nigerbogens liegt und an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste grenzt. Bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar werden dessen 23,55 Millionen Einwohner von den Fußballern so gut vertreten, dass die die erste K.o.-Runde erreicht haben. In der treffen sie am Samstag (Anpfiff 15.45 Uhr) auf die deutschen Junioren. Die vertrauen im Tor wieder auf Marcello Trippel. Der bei der SVG Weißenberg ausgebildete und mit einem Profivertrag bei Borussia Mönchengladbach (U19) ausgestattete Schüler aus Grimlinghausen war auch in der Vorrunde die Nummer eins gewesen. Die schlossen die Schützlinge von Trainer Marc-Patrick Meister nach 1:1-Unentschieden gegen Kolumbien und Nordkorea sowie einem 7:0-Kantersieg über El Salvador auf dem ersten Platz ihrer Gruppe ab.

Burkina Faso war in der Gruppe I nach einer Niederlage gegen die USA (0:1) und Siegen gegen Tadschikistan (2:0) und Tschechien (2:1) mit sechs Punkten auf Rang zwei gelandet. Meister weiß: „Eine kämpferisch sehr starke, diszipliniert im Block verteidigende Mannschaft. Sie spielt sehr direkt, ähnlich wie Kolumbien, und wird ohne große Umwege unsere Defensive, wann immer möglich, beschäftigen. Das ist ein echter Gradmesser für uns.“

Burkina Faso hatte sich als Vierter der Afrikameisterschaft für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Bereits bei der WM 2011 trafen die beiden Nationen in dieser Altersklasse aufeinander, damals gewann der deutsche Nachwuchs in der Gruppenphase durch Tore von Koray Günter, Levent Aycicek und Mitchell Weiser mit 3:0

Im Juni hatte Trippel mit einigen starken Paraden entscheidenden Anteil daran gehabt, dass Borussia Mönchengladbach erstmals seit 1981 Deutscher B-Junioren-Meister geworden war. Der 17-Jährige spielt seit der U12 bei den Fohlen. Er verlängerte seinen Vertrag im März langfristig. Sein Mentor ist die Gladbacher Torwartlegende Uwe Kamps.