In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebolatodesfälle auf mindestens 101 Menschen gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 35 Neuinfektionen und zehn Todesfälle registriert worden, teilte die Regierung des Landes mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle erhöht sich auf 550 Menschen, 19 Patienten gelten als genesen. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Fälle deutlich höher liegt.
Der jüngste Ausbruch wird durch das seltene Bundibugyo-Virus verursacht, für das es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Therapie gibt. Die Eindämmung wurde durch Angriffe wütender Anwohner auf das Gesundheitspersonal, Skepsis in Teilen der Bevölkerung und bewaffnete Konflikte in den betroffenen Gebieten erschwert.
Das Ebolavirus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, sei es nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten, sagt die WHO. Laut Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa liegt die Kontaktverfolgung derzeit bei 64 Prozent.
Um die Verbreitung des Virus einzudämmen und Überlebenschancen der Infizierten zu erhöhen, müssen sich an Ebola erkrankte Menschen schnell in Behandlung begeben. In der nordostkongolesischen Region Ituri, wo das Zentrum des derzeitigen Ausbruchs liegt, ist die vorhandene medizinische Infrastruktur schon unter normalen Umständen schwach.
Ebola
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