Ghanas Kente-Muster triumphiert, Kroatiens Kästchen-Desaster schockt – das große WM-Trikot-Urteil hat klare Gewinner und Verlierer.

Das renommierte Sportmedium The Athletic hat kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine umfassende Rangliste der Trikots aller 48 teilnehmenden Nationalmannschaften veröffentlicht. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt – erstmals mit 48 Teams. Den Spitzenplatz sicherte sich Ghana – ausgezeichnet für ein Design, das vom Kente (traditioneller ghanaischer Handwebstoff) inspiriert ist. Auf den Plätzen dahinter folgten Brasilien, England und Deutschland, deren Jerseys laut The Athletic eine gelungene Balance aus Tradition, Retro-Elementen und nationaler Wiedererkennbarkeit verkörpern.

Kroatiens Absturz

Weniger erfreulich fällt das Urteil für Kroatien aus: Die Vatreni landen auf dem letzten Platz – Rang 48 von 48. Das amerikanische Medium macht Nike für das Designdebakel verantwortlich und geht mit dem Trikot hart ins Gericht. „Autsch. Hm. Nein. Es ist verständlich, dass man versucht ist, mit einem bereits etablierten Design zu spielen, aber an den kultigen kroatischen ‚Kästchen‘ herumzubasteln ist ein Drahtseilakt, und Nike ist mit diesem Trikot leider abgestürzt. Zunächst einmal sind die Quadrate zu klein, und das noch bevor wir überhaupt zu dieser dummen weißen Fläche in der Mitte kommen. Es sieht aus, als hätte jemand versucht, das Trikot am Handy zu bearbeiten, die Hälfte weiß eingefärbt und dann aufgegeben, weil es ihm zu langweilig wurde. Einfach nein.“

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Bosniens Überraschung

Knapp vor Kroatien rangiert Gastgeber Kanada auf Platz 47, während die USA im Mittelfeld auf Rang 26 landen. Der dritte Gastgeber Mexiko schneidet mit Platz 17 deutlich besser ab. Aus der Region positioniert sich Bosnien-Herzegowina auf Rang 31 – und das mit einem überraschend positiven Urteil.

The Athletic zeigt sich vom Kelme-Dress der Zmajevi angenehm überrascht, hält aber auch mit Kritik am Ausrüster nicht zurück: „Kelme ist keine Marke, die man zwangsläufig mit elegantem Design verbindet, sondern eher mit Trikots von billigerem Aussehen, wie sie spanische Mittelklasse-Clubs tragen. Aber dieses ist tatsächlich ziemlich gut: Das Gelb ist ein sehr schöner Kontrast zum Dunkelblau und wird hier subtil eingesetzt, in unterbrochenen Streifen auf der Vorderseite sowie am Kragen und an den Ärmelrändern. Allerdings hat jedes Kelme-Trikot ein grundsätzliches Problem, und das ist ihr Logo. Es ist tatsächlich eine Pfote, die laut ihrem Branding ‚mehr als ein Symbol ist – sie ist eine Haltung‘, aber am Ende sieht alles aus wie ein Werbe-T-Shirt eines Tierheims.“