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Johannesburg (Südafrika) – Bei einer nächtlichen Schießerei in einem Vorort von Johannesburg wurden zwölf Menschen getötet und neun zum Teil schwer verletzt. Die Killer sprangen nachts aus einem Kleinbus und eröffneten scheinbar wahllos das Feuer.

Ein Opfer des Killerkommandos liegt abgedeckt vor einem Fahrzeug in der Wohnsiedlung
Foto: REUTERS/REUTERS
Wie die Polizei der Provinz Gauteng (Südafrika) mitteilte, stoppte nachts ein weißer Toyota Quantum an einer Tankstelle im Vorort Cleveland in Johannesburg. Mindestens zehn Killer sprangen aus dem Minivan und stürmten über zwei Zugänge in die „informelle Siedlung“ Jumpers, eine illegal errichtete Wohnsiedlung.

Die Bewohner der illegalen Wohnsiedlung sind geschockt von dem Angriff in der Nacht
Foto: Siphiwe Sibeko/REUTERS
Killer erschießen zwölf Menschen
Polizeisprecher Dimakatso Nevhuhulwi: „Dabei eröffneten sie an mehreren Orten das Feuer auf Bewohner und Gemeindemitglieder, bevor sie anschließend mit demselben Fahrzeug flüchteten.“ Was für Waffen die Täter benutzten, wurde nicht mitgeteilt. Zeugen alarmierten gegen 23.10 Uhr die Polizei. Die Beamten fanden elf Tote, acht Männer und drei Frauen. Ein weiterer Mann starb wenig später im Krankenhaus. Dort werden derzeit neun weitere Verletzte behandelt. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, die aber bislang ohne Erfolg blieb. Auch das Motiv für den Angriff ist noch unklar.
58 Morde pro Tag in Südafrika
Südafrika verzeichnet eine der höchsten Mordraten weltweit. In der offiziellen Kriminalstatistik, die Polizeiminister Firoz Cachalia im Mai vorstellte, gab es im ersten Quartal 2026 in Südafrika 5181 Morde, das sind rein statistisch 58 Morde pro Tag.