„Wollen sie nicht haben“
Deutscher WM-Gegner ohne Fans
11.06.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Leipziger Yan Diomande und die Elfenbeinküste müssen bei der WM auf Unterstützung verzichten. (Quelle: IMAGO/Thor Wegner/DeFodi Images)
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Afrikanische Fans sind bei Weltmeisterschaften für ihre gute Stimmung bekannt. Ein Land wird allerdings auf seine Anhänger verzichten müssen.
Die Elfenbeinküste muss bei der Weltmeisterschaft offenbar auf die Unterstützung von Fans aus der Heimat verzichten. Nach Angaben der offiziellen Fanvereinigung wurden vielen Anhängern keine Visa für die Einreise in die USA erteilt.
„Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will“, sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen.“
Noch im März hatte Kouadio damit gerechnet, dass rund 500 Fans aus Afrika zur WM reisen würden. Inzwischen hätten jedoch nur wenige CNSE-Funktionäre eine Einreisegenehmigung erhalten. Diese sollen sich während des Turniers „um die in den USA ansässigen ivorischen Fans kümmern“.
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Die Fälle Artan und Embolo
Die Schwierigkeiten bei der Einreise reihen sich in mehrere ähnliche Fälle rund um die Weltmeisterschaft ein. So durfte der somalische Schiedsrichter Omar Artan trotz eines gültigen Visums nach seiner Ankunft nicht in den USA bleiben.
Auch die Nationalteams aus dem Iran und Südafrika warteten lange auf ihre Visa. Der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo erhielt seine Einreiseerlaubnis verspätet. Zuletzt hatten zudem schottische Fans über Probleme bei der Anreise berichtet.
Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Dort trifft die Mannschaft am Montag auf Ecuador und am 25. Juni auf Curaçao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft findet am 20. Juni in Toronto statt.
