Fazit: Das Wichtigste zuerst: Die WM ist eröffnet. Shakira hat gesungen, J Balvin gerappt, Maná gerockt. Da hat man schon längere Eröffnungszeremonien erlebt. Fußball wurde auch gespielt im Aztekenstadion. Zum dritten Mal in der Geschichte fand dort das Eröffnungsspiel einer Weltmeisterschaft statt. Und zum zweiten Mal nach 2010 hieß es: Südafrika gegen Mexiko.

Beide Mannschaften schienen zu Beginn einigermaßen nervös. Kein Wunder, die über 80.000 Zuschauer wirkten einschüchternd. Sie pfiffen die Südafrikaner aus, denen der erste Fehler dann direkt im Spielaufbau unterlief. Sphephelo Sithole mit einem Stoppfehler, Julián Quiñones nutzte die Gelegenheit. Er tunnelte Torhüter Ronwen Williams zum 1:0.

Ab dann spielte eigentlich nur noch Mexiko, aber auch nur phasenweise gut. Die meiste Zeit war es ein Gewurschtel und Gehacke, nicht intensiv genug, um eins von der guten Sorte zu sein. Für Gesprächsstoff sorgte stattdessen der Schiedsrichter Wilton Sampaio. In der zweiten Halbzeit zeigte er gleich drei Rote Karten (zwei für Südafrika, eine für Mexiko), und man kann es als Dienst am Zuschauer verstehen: Er wollte, dass es nach dem Spiel immerhin irgendwas zu diskutieren gibt.

Ein zweites Tor gab es auch noch zu Beginn der zweiten Hälfte. Raúl Jiménez, das Stehaufmännchen der mexikanischen Nationalmannschaft, köpfte nach eleganter Flanke aus kürzester Distanz ins Tor.

Mexiko ist damit ein solider WM-Start geglückt. Mal sehen, wie das Publikum bei den nächsten Spielen drauf sein wird. Das quittierte die durchwachsene Performance der Mannschaft nämlich nach furiosem Start mit ebenso durchwachsener Stimmung und viel Schweigen. Da ist trotz 2.200 Metern Höhe noch Luft nach oben. Als Nächstes spielen die Gastgeber am 19. Juni. gegen Südkorea. Morgen früh lesen Sie die Reportage meines Kollegen Christian Spiller aus Mexiko. Das nächste Liveblog wird es zum Spiel der Deutschen am Sonntag geben. Hasta luego!