Auf der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin sind dem afrikanischen Land am Mittwoch Hilfen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro zugesagt worden. Das teilte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf einer Pressekonferenz mit. Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan beriet eine internationale Geberkonferenz in Berlin über weitere Hilfen für die notleidende Bevölkerung.

Deutschland stellt in diesem Jahr weitere 212 Millionen Euro zur Verfügung. Das kündigte Wadephul an. Zugleich rief er andere Länder, Organisationen und Akteure des Privatsektors auf, sich an der Hilfe zu beteiligen. „Lasst uns unsere Kräfte bündeln, damit humanitäre Hilfe und humanitäre Diplomatie Leben retten können“, sagte er.

Die außergewöhnliche Krise im Sudan erfordere „mehr als nur unsere Aufmerksamkeit, sie erfordert Handeln. Denn die Situation im Sudan wird in Zukunft weitaus schwieriger sein“, sagte Wadephul. Russlands andauernder Krieg gegen die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten verschärften die Krise für die Menschen im Sudan und in der Region, „die bereits unter unerträglichen Bedingungen leben“, sagte Wadephul.

„Wir müssen daher unsere Hilfe ausweiten und Druck auf die Kriegsparteien ausüben, um humanitäre Hilfe für die Menschen im gesamten Sudan zu gewährleisten“, verlangte der Bundesaußenminister. Die Konferenz in Berlin könne „ein Moment der Hoffnung für die Menschen im Sudan werden. Nutzen wir diese Chance gemeinsam.“

Die Sudan-Konferenz in Berlin nach Treffen in Paris und London wurde von der Bundesregierung zusammen mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der EU und Afrikanischen Union ausgerichtet. In Paris hatte es Hilfszusagen in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro und in London von etwa einer Milliarde Euro gegeben. Wadephul hatte am Morgen im Deutschlandfunk gesagt, Ziel sei es, in Berlin die Mittel der vorherigen Konferenz in London zu übertreffen.