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Jetzt schlagen die Fußballzwerge zurück! Uefa-Boss Aleksander Ceferin (58) hatte die Aufstockung der WM auf 48 Mannschaften (nie zuvor gab es mehr) zuletzt stark kritisiert. Laut slowenischen Medien beklagte der Verbandschef eine „riesige Zahl völlig uninteressanter Spiele“ bei dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Eine Aussage, die in mehreren WM-Ländern überhaupt nicht gut angekommen ist.
In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Verbände von Kap Verde, Curaçao, DR Kongo, Haiti, Jordanien und Usbekistan gegen Ceferin gestellt. Unterstützung bekommen sie von WM-Teilnehmern aus Afrika, darunter Algerien, Ägypten, Ghana, die Elfenbeinküste, Marokko, Senegal, Südafrika und Tunesien. Die Botschaft: „Wir weisen diese Äußerungen respektvoll, aber entschieden zurück. Für unsere Länder gibt es keine unwichtigen WM-Spiele.“
Nationen wehren sich
Besonders die kleineren Nationen fühlen sich von den Aussagen des Uefa-Bosses getroffen. Schließlich ist die WM-Teilnahme für viele von ihnen ein historischer Erfolg. Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan haben sich erstmals überhaupt für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Kongo und Haiti sind zum ersten Mal seit 1974 wieder dabei. Für diese Länder gehe es um weit mehr als nur Fußball. „Für Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan stellt die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft einen historischen Erfolg und die Verwirklichung eines generationenübergreifenden Traums dar“, heißt es in der Erklärung.

Es ist die erste WM für die Nationalmannschaft von Curaçao
Foto: Getty Images via AFP
Die Verbände deutlich: „Die Andeutung, diese Spiele seien irgendwie weniger wichtig, ist zutiefst enttäuschend und verkennt die Anstrengungen, Opfer und Hoffnungen von Spielern, Trainern, Vereinen, Fußballfunktionären und Fans weltweit.“
Uefa-Boss unterstützte EM-Vergrößerung
Die Nationen verweisen darauf, dass hinter jeder Auswahl Millionen Menschen stehen. Für viele Länder sei die WM nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern ein Moment des nationalen Stolzes, der Hoffnung und des Zusammenhalts. Die Erklärung endet mit einer Kampfansage an die Kritiker des neuen Formats: „Fußball gehört nicht einer ausgewählten Gruppe von Nationen.“
Brisant dabei: Auch die Europameisterschaft wurde unter der Führung von Ceferins Uefa deutlich vergrößert. Seit 2016 nehmen statt 16 inzwischen 24 Nationen an einer EM-Endrunde teil. Bei der WM 2026 sind erstmals 48 Teams am Start. Genau diese Erweiterung hat Ländern wie Curaçao, Kap Verde oder Usbekistan überhaupt erst die Chance gegeben, sich den Traum von einer Weltmeisterschaft zu erfüllen.