Spielvorschau: Ghana gegen Panama
Der ghanaische Fußball durchlebt eine schwierige Übergangsphase. Die Fans der Mannschaft mit dem Spitznamen „The Black Stars“ sind nach wie vor geschockt über das Verpassen der Qualifikation für den letzten Afrika-Cup (AFCON) – ein echter Schock nach zwei Jahrzehnten der Dominanz auf dem afrikanischen Kontinent.
Obwohl sie es in der Qualifikation zum Afrika-Cup (CAF) relativ leicht hatten, sich ihren Platz im diesjährigen Turnier zu sichern, entpuppte sich ihre Form im Vorfeld des Turniers als Albtraum.
Ghana ging mit einer Serie von sieben sieglosen Spielen (ein Unentschieden, sechs Niederlagen) in diese Weltmeisterschaft, darunter deutliche Niederlagen gegen Österreich (1:5), Deutschland (1:2) und Mexiko (0:2). Dieser desaströse Abwärtstrend führte im vergangenen April zur Entlassung von Trainer Otto Addo.
Der erfahrene Stratege Carlos Queiroz, der kurz davor steht, einen Rekord aufzustellen, indem er an fünf verschiedenen Weltmeisterschaften teilnimmt, wurde zum Cheftrainer ernannt. Die von Queiroz mitgebrachte Disziplin konnte die gravierenden Personalprobleme, die das Team plagen, jedoch nicht vollständig lösen.
Ghana steht vor großen Schwierigkeiten, da dem wichtigen Mittelfeldspieler Thomas Partey aufgrund rechtlicher Probleme in England ein kanadisches Visum verweigert wurde. Trotz Einsprüchen des ghanaischen Fußballverbands blieb die Entscheidung bestehen. Neben Partey schwächt auch das Fehlen von Starstürmer Mohammed Kudus die Mannschaft, die derzeit auf Platz 73 der Weltrangliste steht.
Nun ruhen alle Hoffnungen im Angriff auf den Schultern von Manchester Citys Stürmer Antoine Semenyo und Routinier Jordan Ayew. Die anfällige Abwehr (die in den letzten sechs WM-Spielen durchschnittlich mindestens zwei Gegentore kassierte) könnte jedoch weiterhin die Achillesferse des westafrikanischen Teams sein. Semenyo wird es schwer haben, den Angriff zu tragen, solange seine Defensivkollegen so schwach spielen.
Form und bisherige Begegnungen zwischen Ghana und Panama
Im krassen Gegensatz zu Ghanas Krise erlebt Panama eine der stabilsten Phasen seiner Geschichte. Es ist erst ihre zweite Teilnahme am größten Fußballturnier der Welt. Bei ihrem Debüt 2018 in Russland galten sie als Außenseiter und kehrten nach drei deutlichen Niederlagen ohne Trophäe zurück.
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Acht Jahre sind jedoch vergangen, und Panama präsentiert sich 2026 als ein völlig anderes Team. Unter der fast sechsjährigen Leitung von Trainer Thomas Christiansen hat Panama einen klaren Spielstil entwickelt, der sich durch hohes Pressing und einen ausgeprägten Angriffsgeist auszeichnet.

Sie nutzten die Abwesenheit der drei Giganten USA, Mexiko und Kanada in der Qualifikation, um die Region zu dominieren, blieben in sechs Spielen der zweiten Qualifikationsrunde ungeschlagen und wurden Vizemeister der CONCACAF Nations League 2025. Panama fürchtet diese drei Giganten nicht. Wie schon im letzten Aufeinandertreffen mit den USA gewann Panama auswärts.
Was die Form angeht, wurde Panamas Leistung trotz der kürzlich erlittenen 2:6-Niederlage gegen Brasilien in einem Testspiel dennoch hoch gelobt, da die Mannschaft bereit war, auf Augenhöhe zu spielen und die Seleção erheblich unter Druck zu setzen.
Panamas Offensive präsentiert sich in bestechender Form: In elf der letzten zwölf Spiele trafen sie. Herausragender Spieler ist Ismael Diaz – mit sechs Toren der Topscorer des Gold Cups. Das Mittelfeld wird vom erfahrenen 36-jährigen Kapitän Aníbal Godoy (fast 160 Länderspieleinsätze) angeführt. Mit diesem stabilen System ist Panama zuversichtlich, Ghana ohne Trophäe zu verlassen.
Ghana gegen Panama – Teamnachrichten
Diese Begegnung verspricht ein spannendes Taktikduell zu werden. Trainer Christiansen wird Panama zweifellos anweisen, von Beginn an aggressiv zu pressen. Dieser dynamische und geschlossene Spielstil wird die Schwächen im ghanaischen Mittelfeld, dem der defensive Mittelfeldspieler Thomas Partey fehlt, direkt ausnutzen.
Trainer Carlos Queiroz wird hingegen höchstwahrscheinlich einen pragmatischen Ansatz wählen: Er wird Ghana anweisen, tief zu stehen und dank Semenyos Schnelligkeit auf Konterchancen zu lauern. Angesichts des Ausfalls von Partey und Mohammed Kudus dürfte dies Ghanas größte Hoffnung sein.
Panama steht auch bezüglich seines Spielmachers Adalberto Carrasquilla vor einem Dilemma. Der Mittelfeldspieler verletzte sich kürzlich, weshalb sein Einsatz in der Startelf ungewiss ist. Er ist zwar ins Training zurückgekehrt, aber seine Einsatzchancen stehen weiterhin 50:50.
Voraussichtliche Aufstellungen für Ghana gegen Panama
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Ghana (4-2-3-1): Zigi; Seidu, Adjetey, Opoku, Mensah; Sibo, Owusu; Williams, Ayew, Fatawu; Semenyo.
Panama (3-4-3): Mosquera; Fariña, Escobar, Cordoba; Murillo, Harvey, Godoy, Davis; Barcenas, Fajardo, Daaz.
Prognostiziertes Ergebnis: Ghana 0-1 Panama
Quelle: https://tienphong.vn/nhan-dinh-ghana-vs-panama-06h00-ngay-186-tran-chien-song-con-post1852164.tpo