–
Hätte Messi gar nicht mehr spielen und Rekordtorschütze werden dürfen?
Nach Messis Drei-Tore-Gala beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien debattieren Schiedsrichter-Experten über eine verpasste Rote Karte.
Publiziert heute um 14:41 Uhr

Messi tritt Mandi in die Wade: Lionel Messi mit dem Foul gegen seinen algerischen Gegenspieler Aissa Mandi, der Argentinier sieht nicht einmal Gelb.
Video: SRF
Der argentinische Superstar Lionel Messi ist nach seinem magischen Auftritt beim 3:0 gegen Algerien wieder einmal in aller Munde – doch nicht nur wegen seiner Drei-Tore-Gala. Denn nach einem Foul im Auftaktspiel des Titelverteidigers bei der WM ist eine Kontroverse entbrannt, ob der 38-jährige Superstar nicht hätte vom Platz gestellt werden müssen. «Für mich ist das eine Rote Karte. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde», sagte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter und TV-Experte Patrick Ittrich bei MagentaTV.
Lionel Messi mit dem Foul gegen Aissa Mandi.
Foto: Ismael Adnan (Imago)
Was war passiert? In der 31. Minute trat Messi seinem algerischen Gegenspieler Aissa Mandi von hinten in Wade und Achillessehne. «Das ist mindestens eine Gelbe Karte. Da hat er deutlich überzogen, das war ein Tritt in die Wade, da hätte er schon Gelb verdient gehabt», sagte ARD-Experte Thomas Hitzlsperger. Doch der polnische Referee Szymon Marciniak beliess es bei einer Ermahnung und auch die Videoassistenten griffen nicht ein.
Schiedsrichter: «Regeltechnisch eine Rote Karte»
Nach Meinung von Ittrich waren in der Szene zwei von drei Kriterien für Rot gegeben: Messi hatte «nullkommanull» die Chance, an den Ball zu kommen, und das Trefferbild habe «übel» ausgesehen. «Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik», sagte der 47-Jährige. Deswegen habe wohl auch der VAR sich nicht gemeldet. «Das ist aber eigentlich regeltechnisch eine Rote Karte. Wenn ich das so auf dem Platz wahrgenommen hätte, hätte ich Rot gegeben. Wenn der Schiedsrichter Rot gezeigt hätte, wäre das safe nicht zurückgenommen worden», betonte Ittrich.

Lionel Messi macht sein erstes WM-Tor 2026: Gegen Algerien gelingt dem Argentinier sogar ein Hattrick.
Bei einem Platzverweis hätte Messi nach seinem ersten Tor in der 17. Minute nicht mit noch zwei weiteren Treffern glänzen können. So aber traf Argentiniens Captain auch noch in der 60. und der 76. Minute und stellte dadurch den WM-Rekord von 16 Toren von Miroslav Klose ein.
Die Fussball-WM und Lionel Messi
Newsletter
WM-Update
Erhalten Sie täglich die wichtigsten News und spannendsten Geschichten rund um die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika.