Nach Angaben des Korrespondenten der vietnamesischen Nachrichtenagentur in Nordafrika ist vor der Küste von Tobruk in Ostlibyen ein Boot mit Migranten gesunken, wobei mindestens 51 Menschen getötet oder vermisst werden.

Die Al-Abreen-Organisation für Migranten und humanitäre Hilfe teilte am 19. Juni mit, dass sich der Unfall am 12. Juni ereignet habe, als das Boot mit insgesamt 61 Migranten an Bord auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa war.

Nur zehn Menschen überlebten den Untergang des Bootes. Rettungskräfte und Suchtrupps haben 16 Leichen an verschiedenen Küstenabschnitten geborgen, darunter Ain Al-Ghazala, Al-Qardaba, Akrimah und Al-Qa’rah.

Die Behörden suchen weiterhin nach den Vermissten. Die Nationalitäten der Opfer wurden noch nicht bekannt gegeben. Die Zahl der Toten und Vermissten kann sich im Zuge der laufenden Suche noch ändern.

Seit vielen Jahren ist Libyen einer der wichtigsten Transitpunkte für Migranten und Flüchtlinge aus Afrika, dem Nahen Osten und anderen Regionen, die das Mittelmeer überqueren wollen, um nach Europa zu gelangen.

Politische Instabilität, die Präsenz von Menschenhändlernetzwerken und die günstige geografische Lage haben dieses nordafrikanische Land zu einem wichtigen Tor auf Migrationsrouten in Richtung Länder wie Italien, Malta und Griechenland gemacht.

Allerdings werden diese Seereisen oft mit alten, überladenen Booten durchgeführt, die nicht den maritimen Sicherheitsstandards entsprechen.

Dadurch kommt es häufig zu Schiffbrüchen, insbesondere bei schlechtem Wetter oder rauer See.

Internationale humanitäre Organisationen haben wiederholt davor gewarnt, dass die Mittelmeerroute nach wie vor eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt ist, da jedes Jahr Tausende von Menschen sterben oder verschwinden, während sie versuchen, in Europa ein besseres Leben zu finden.

Der Untergang des Bootes vor Tobruk verdeutlicht einmal mehr die ernsten Risiken, denen Migranten ausgesetzt sind, und unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenhandel und zur Verbesserung der Seenotrettung.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/dam-thuyen-ngoai-khoi-libya-hon-50-nguoi-thiet-mang-va-mat-tich-post1119524.vnp