rbb|24: Die aktuelle Mannschaft ist bei Weltmeisterschaften noch sehr unerfahren. Die Elfenbeinküste hat aber eine große Fußball-Tradition: Mehrmaliger Afrikameister und wenn wir mal zurückdenken, da gab es eine sehr große Generation mit dem Weltstar Didier Drogba und dem Ex-Herthaner Salomon Kalou. Selbst die haben es nie geschafft, die Vorrunde zu überstehen. Welche Bedeutung hätte es, wenn das jetzt zum ersten Mal – noch dazu mit dieser unerfahrenen Mannschaft gelingen würde?

Koffi: Das wäre schon eine Sensation. Ich muss aber auch sagen, dass wir Pech hatten: 2006 in Deutschland, das war unsere erste WM-Teilnahme. Da waren wir mit Argentinien und den Niederlanden in einer Gruppe. Und passen Sie auf: Wir haben nur 1:2 verloren gegen beide Mannschaften, Serbien konnten wir besiegen. 2010 in Südafrika hatten wir dann Brasilien und Portugal in unserer Gruppe. Brasilien hat uns besiegt, Unentschieden gegen Portugal, wir haben gegen Korea gewonnen. 2014: Kolumbien, Japan und Griechenland, das war sehr unglücklich. Bislang haben wir keine schlechten Weltmeisterschaften gespielt, diese goldene Generation tut mir leid. Trotz der Erfahrung, trotz der Qualität in der Mannschaft, haben die es nicht geschafft. Wir alle unterstützen jetzt die junge Generation. Ja, Erfahrung bei einer WM haben sie nicht, aber das sind ja Top-Spieler: Amad Diallo spielt bei Manchester United, Nicolas Pépé bei Villarreal, viele spielen in der Champions League, in Italien sind wir vertreten, in Deutschland mit Yann Diomandé (RB Leipzig, Anm. d. Red.) und Bazoumana Touré (TSG Hoffenheim). Diese Erfahrung ist da. Es ist eine junge Mannschaft, die Lust drauf hat, etwas zu erreichen. Wir alle, auch die goldenen Generationen, unterstützen die Mannschaft und wir sind überzeugt, dass wir diesmal weit kommen können.