In der vergangenen Woche haben die Jettinger Vereine Hilfe für Burkina Faso e. V. und Förderverein Kaya Emanuel e. V. erneut einen Container mit Hilfsgütern auf den Weg nach Burkina Faso gebracht. Das westafrikanische Land gehört zu den ärmsten Regionen der Welt und ist von einer angespannten politischen sowie humanitären Lage geprägt. Der Verein Hilfe für Burkina Faso e. V. verfolgt laut einer Pressemitteilung den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ und realisiert nachhaltige Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Wasserversorgung. Ziel sei es, die Lebensbedingungen vor Ort langfristig zu verbessern und den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Jettinger Vereine setzen auf Hilfe zur Selbsthilfe
Auch der 2010 gegründete Förderverein Kaya Emanuel e. V. engagiert sich seit vielen Jahren für die Bildung und medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region Kaya. Der Fokus liegt auf Schulpatenschaften, der Finanzierung von Schulspeisungen sowie auf der Unterstützung benachteiligter und geflüchteter Menschen. Ein Schwerpunkt ist die eigene Schneiderschule, die jungen Menschen – auch mit Behinderung – eine qualifizierte Ausbildung mit staatlichem Abschluss ermöglicht.
Die Firma Noerpel Se unterstützt die Aktion mit ihrem Standort in Jettingen: Sie übernimmt nicht nur die Verschiffung, sondern leistet auch finanzielle Unterstützung, stellte personelle Hilfe bei der Verladung zur Verfügung und ermöglichte die kostenlose Einlagerung der gespendeten Hilfsgüter. Der aktuelle Container wurde als gemeinsames Projekt von Auszubildenden und dualen Studenten der Ludo Fact GmbH in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden aus dem Logistikbereich vorbereitet und verladen. Die Kosten für die Verschiffung des Containers trägt der Verein Hilfe für Burkina Faso.
Sachspenden unterstützen Schulen, Kliniken und Ausbildungsstätten
Von der Verschiffung profitieren viele Menschen vor Ort sowie zahlreiche Institutionen wie Schulen, Ausbildungsstätten und Gesundheitseinrichtungen. Die Lieferung enthält eine Vielzahl an Sachspenden, die den bedürftigen Menschen vor Ort zugutekommen. Dazu zählen unter anderem Lernmaterialien, Spielzeuge, Kuscheltiere, Computerzubehör, Musikinstrumente sowie gesponserte Trikots und Bälle des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg.
Besonders wertvolle Beiträge sind zudem zwei Behandlungsliegen und ein Ultraschallgerät, die durch engagierte Ärzte aus dem Landkreis über persönliche Kontakte vermittelt werden konnten. Im Container befinden sich außerdem zahlreiche Fahrräder. Diese wurden von Gottfried Süß vom Fahrradladen in Jettingen-Scheppach auf eigene Kosten instand gesetzt. Da viele Kinder und Jugendliche bis zu 15 Kilometer zur Schule zurücklegen müssen, werden gezielt besonders benachteiligte Schüler ausgewählt, die ein Fahrrad erhalten.
Fahrräder und Nähmaschinen schaffen neue Perspektiven
Ein weiterer wichtiger Beitrag kommt von Bettina Hander, die durch Haushaltsauflösungen Nähmaschinen, Stoffe und umfangreiches Zubehör gesammelt hat. Diese Spenden kommen direkt der Schneiderschule in Burkina Faso zugute und tragen dazu bei, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu eröffnen.
Beide Vereine bedanken sich in der Pressemitteilung herzlich bei allen Beteiligten, Unterstützern und Spenderinnen und Spendern. Ohne dieses breite Engagement aus der Region sei eine derartige Hilfsaktion nicht möglich. Gemeinsam werde so ein wichtiger Beitrag geleistet, um die Lebensbedingungen der Menschen in Burkina Faso nachhaltig zu verbessern. (AZ)