Seit dem 11. Juni rollt der Ball: 38 Tage lang wird in den USA, Mexiko und Kanada der neue Weltmeister ausgespielt. Erstmals gibt es zwölf Vorrundengruppen mit 48 Teams. Am Samstagabend hat die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste den Einzug ins Sechzehntelfinale perfekt gemacht. Im WM-Blog halten wir euch über das DFB-Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann sowie alle weiteren Themen rund um das XXL-Turnier auf dem Laufenden.

07:00
Algerien dreht Spiel und sorgt für Jordaniens WM-Aus

Mit starken Comeback-Qualitäten hat Algerien die Hoffnungen auf die K.o.-Phase genährt und das vorzeitige Aus von WM-Debütant Jordanien besiegelt. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic siegte im arabischen Duell nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1).

Das Team um die Bundesliga-Profis Ibrahim Maza und Ramy Bensebaini hat nach zwei Partien drei Punkte und das Weiterkommen zum Abschluss der Gruppenphase gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen sogar bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen.

Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion von Santa Clara brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) sowie Amine Gouiri (82.) drehten die Partie jedoch noch für Algerien.

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06:18
Besonderes Geschenk für TV-Experte Klopp

Jürgen Klopp klatschte mit Lionel Messi ab und erhielt dann ein besonderes Geschenk. An der Seitenlinie im WM-Stadion in Arlington kam es nach dem 2:0 von Argentinien gegen Österreich zu einem herzlichen Wiedersehen des früheren Trainers mit seinem Ex-Spieler Alexis Mac Allister. Nach einer langen Umarmung zog Klopp am Trikot des Mittelfeldspielers, den er bei Liverpool noch selbst trainiert hatte. Wenig später drückte Mac Allister ihm das Jersey in die Hand.

„Muchas gracias“, bedankte sich Klopp später via Instagram-Story bei dem 27-Jährigen und versah die Nachricht mit einem Herzen. Auf einem Foto hielt der Experte von MagentaTV noch das Trikot in Richtung Kamera und schrieb dazu auf englisch: „Eins für meine Sammlung.“

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05:15
Widerstand von junger Mexiko-Fraktion gegen Ochoa

Die junge Fraktion der mexikanischen Nationalmannschaft wehrt sich Berichten zufolge gegen einen möglichen Ehreneinsatz von Torwart-Ikone Guillermo Ochoa im letzten Gruppenspiel. Sie seien der Meinung, dass Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der aktuellen Leistung und der sportlichen Planung getroffen werden sollten. Erst recht bei einem WM-Turnier, bei dem jedes Detail den Weg in die K.o.-Runde beeinflussen könne. Sollte es wirklich diesen Widerstand der nachrückenden Generation geben, wäre es allemal bemerkenswert. Ochoa ist eine Legende in Mexiko.

Mexiko spielt in der Nacht auf Donnerstag (3 Uhr/Magenta TV) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt gegen Tschechien. Der Mitgastgeber war als erste der 48 Nationen als Gruppensieger in das Sechzehntelfinale eingezogen. Ochoa bestritt 153 Länderspiele in über 20 Jahren. Beim 2:0 zum WM-Auftakt gegen Südafrika und auch beim 1:0 gegen Südkorea setzte Trainer Javier Aguirre auf den 26 Jahre alten Raúl Rangel. Weder der mexikanische Verband noch Aguirre sollen auf die Berichte reagiert haben, schrieb die Zeitung „Publimetro“.

Auch wenn es Ochoas sechste WM ist – nur Lionel Messi und Cristiano Ronaldo waren so oft dabei: Ochoa war anders als der Argentinier oder der Portugiese 2006 und 2010 nicht zum Einsatz gekommen. Ob das im eigenen Land auch so kommt, bleibt abzuwarten. Die Nationalmannschaft sei immer sein Kompass gewesen, betonte Ochoa jüngst unter Tränen in einem Interview der FIFA: Aber jetzt gehe diese Zeit zu Ende. „Ich sehe keinen Sinn mehr im Fußball. Ich sehe keinen Sinn mehr darin, weiterzuspielen.“

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05:06
„Kam mir endlos vor“: Reaktionen zur Regenschlacht

Die Regenschlacht von Philadelphia mit einer fast zweistündigen Verzögerung hat die Spieler mental an ihre Grenzen gebracht. „Es kam mir endlos vor, aber wir blieben professionell. Wir sagten uns, dass wir mit der gleichen Einstellung zurückkommen mussten. Wir machten Mobilitätsübungen, wir unterhielten uns, der Trainer auch. Es war lang, das gebe ich zu“, sagte Mittelfeldspieler Manu Koné nach dem 3:0 seiner Franzosen gegen den Irak bei der WM. Auch Doppeltorschütze Kylian Mbappé betonte die Herausforderung für die Psyche: „Mental war es sehr anstrengend, da wir konzentriert und fokussiert bleiben mussten. Zwei Stunden in der Kabine zu verbringen, erfordert viel Kraft.“

Mit dem Halbzeitpfiff waren die Besucher aufgrund eines drohenden Unwetters aufgefordert worden, die Tribünen zu verlassen. Rund zwei Stunden später kamen die Spieler wieder aufs Feld, letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff. Trainer Didier Deschamps berichtete von einer „guten Zeit“ mit seinen Spielern während der Pause. „Wir haben Karten gespielt. Wir haben gescherzt. Es ist eine Frage der Sicherheit. Man kann gegen Regen und Gewitter nichts machen. Das nervt mich nicht. Das sind besondere Umstände. Ich hoffe, das passiert nicht noch mal“, sagte der Erfolgscoach nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase.

Irak-Trainer Graham Arnold vertrieb sich die Zeit mit einer etwas längeren Videoanalyse. Vergeblich, denn nach der Pause dominierten die Franzosen den krassen Außenseiter fast durchweg. „Die Spieler mussten entspannt bleiben und sich dann vorbereiten, als es weiterging. Das war eine einzigartige Erfahrung. Es ist das erste Mal, dass mir so etwas im Fußball widerfahren ist. Zwei Stunden Unterbrechung machen es für die Spieler noch schwerer“, sagte der Australier.

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04:15
Haaland trifft bei Sieg gegen Senegal und rudert

Erling Haaland ruderte und ruderte. Nach seiner nächsten Torgala bei der WM genoss Norwegens Stürmerstar den Jubel mit den Fans. Ganz vorn saß er, als sich die Mannschaft vor den Anhängern auf den Rasen setzte – Trainer Ståle Solbakken direkt hinter ihm. Und dann wurde gemeinsam gerudert: auf dem Platz und auf den Rängen. Dank des 3:2-Sieges gegen den Senegal kommt es am letzten Spieltag zum Duell um den Gruppensieg mit Frankreich.

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04:11
Frankreich schlägt Irak im Wetter-Chaos

Erst eine Regenschlacht, dann eine fast zweistündige Zwangspause und schließlich der Favoritensieg des mit 1,52 Milliarden Euro wertvollsten Kaders der WM: In einer von Unwetter-Chaos geprägten Partie hat Kylian Mbappé Frankreich zum nächsten Erfolg geschossen und den Traum vom dritten Titel befeuert. Der Stürmer von Real Madrid erzielte beim 3:0 (1:0) gegen Außenseiter Irak zwei Treffer und hielt im Rennen um den WM-Torrekord Kontakt zu Superstar Lionel Messi – Bayern-Profi Michael Olise bereitete doppelt vor.

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02:28
Portugal mit oder ohne Ronaldo?

Darf er wieder spielen oder muss er auf die Bank? Vor dem zweiten WM-Spiel der Portugiesen gegen Usbekistan am Dienstag (19 Uhr/ARD und Magenta TV) schauen wieder alle auf Superstar Cristiano Ronaldo. Der 41-Jährige steht im Mittelpunkt der Kritik nach dem schwachen 1:1 zum Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo. Jetzt steht er unter Druck – und sein als WM-Mitfavorit gestartetes Team erst recht.

„Ich kann noch nicht über die Startelf informieren, weil ich meine Spieler noch nicht informiert habe“, sagte Portugals Trainer Roberto Martínez bei seiner Pressekonferenz zu dem Spiel in Houston. Gegen Usbekistan glaubt der Spanier an eine dringend benötigte Leistungssteigerung: „Wir mussten uns selbst kritisch hinterfragen und eine ehrliche Selbstbewertung vornehmen – und das haben wir getan.“

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01:53
Tuchel und die zwei Seiten der Trinkpausen

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel ist beim Thema Trinkpausen während der WM hin- und hergerissen. „Es unterbricht und verändert den Rhythmus des Spiels mehr, als ich gedacht habe“, sagte Tuchel angesprochen auf die bei den Fans umstrittenen Unterbrechungen in der Mitte beider Halbzeiten. „Es unterteilt das Spiel quasi in vier Viertel, das verändert schon den Charakter eines Fußballspiels“, so der Coach der Three Lions in Boston vor dem England-Spiel gegen Ghana am Dienstag (22 Uhr).

Als Trainer möge er die Unterbrechungen, „weil ich Einfluss nehmen kann“, führte Tuchel aus. „Aber als Liebhaber des Fußballs fände ich es besser, wenn durchgespielt wird.“ Aus Gründen der Fairness mache es aber Sinn, es bei allen Spielen gleichzumachen – auch wenn für das Spiel England gegen Ghana in Boston am Dienstag 20 Grad und Regen angesagt sind.

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