Die Fotografin Margaret Courtney-Clarke setzt sich in „Geographies of Drought“ mit der Dürre in Namibia auseinander – in Mannheim zu sehen ab 15. November.

Margaret Courtney-Clarke, 1949 in Swakopmund in Namibia auf die Welt gekommen, lebte lange nicht in ihrem Geburtsland. Unter dem südafrikanischen Apartheidsregime wurde sie zur „Persona non grata“, zur ungeduldeten Person, wie sie auf ihrer Internetseite schreibt. Vier Jahrzehnte lang habe sie in Italien, den USA und in anderen afrikanischen Staaten gearbeitet. Als die renommierte Fotografin, die auf rund 200 Ausstellungen zurückblickt, wieder nach Namibia reiste, entstanden unter anderem Bilder, die zeigen, wie stark das Land an großer Trockenheit (drought) leidet. Im Mai 2024 wurde wegen Dürre in Namibia gar der Ausnahmezustand ausgerufen.

Courtney-Clarkes Ausstellung „Geographies of Drought“, die die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim ab 15. November zeigen, ging aus einer Langzeitdokumentation hervor. Fast wirken einige der Fotografien so künstlerisch, dass es einen Moment dauern könnte, bis beim Betrachter das Nachdenken darüber beginnt, was das Gezeigte wohl für das Alltagsleben der Menschen bedeutet. Doch spätestens nach diesem Moment entfalten die Bilder ihre inhaltliche Wucht, wobei die abgebildeten Menschen nicht bloßgestellt werden. Oft sind die Porträtierten Frauen.

Die Schau ist der Gewinnerbeitrag des Open Call „Namibia – A Photographic View“, den die Reiss-Engelhorn-Museen 2024 mit der Stadt Windhoek in einem gemeinsamen Projekt ausgerufen hatten.

Margaret Courtney-Clarke: Geographies of Drought – 15.11. bis 5.7.26, Mannheim, rem-Museen, Zephyr – Raum für Fotografie, C4,12 (Eingang: Toulonplatz), geöffnet: Di- So 10-17 Uhr, auch an ausgewählten baden-württembergischen Feiertagen; Talkrunde mit der Fotografin u.a.: So 16.11., 14 Uhr, 4 Euro zzgl. Ausstellungseintritt; weitere Infos: www.rem-mannheim.de