Sogar eine direkte Verbindung gibt es: Der Vater von England-Legionär Mohamed Belloumi, Lakhdar, stand vor 44 Jahren über 66 Minuten gegen Prohaska, Krankl und Konsorten auf dem Platz.
Welchen Namen verbindet Mezahi aus heutiger Sicht am meisten mit dem ÖFB-Team? Marko Arnautovic, lautet die Antwort, ohne zu zögern. Auch von Ralf Rangnick hält er angesichts seiner tiefen Einflüsse auf den modernen Fußball viel.
Unromantische Voraussetzungen
Wer in Österreich angesichts hoher Reisekosten und unwirtlicher Anstoßzeiten über die Weltmeisterschaft 2026 klagt, weiß vielleicht gar nicht, wie viel schlimmer es sein könnte.
In der Heimat gebliebene ÖFB-Fans mussten gegen Jordanien (6 Uhr) zwar früh aufstehen, bekamen das zweite Gruppenspiel gegen Argentinien aber immerhin zur besten Sendezeit (19 Uhr) serviert.
Algerien hat mangels Sommerzeit eine Stunde Rückstand auf Österreich, dazu kommt aber auch ein undankbarer Spielplan. Die ersten beiden Gruppenspiele gingen – wie die Partie gegen Österreich um 4 Uhr – tief in der Nacht über die Bühne.
Auch der Support in den Staaten wird Fans der ‚Fennecs‘ nicht leicht gemacht. Für ein US-Tourismusvisum müssen in Algerien 10.000 Dollar als Sicherheit hinterlegt werden.
„Ich habe mich bei der Botschaft erkundigt. Allzu viele Leute, die sich darauf eingelassen haben, dürfte es nicht geben“, sagt Mezahi. Im Stadion werden sich vor allem jene mit bereits bestehenden Einreisegenehmigungen und Mitglieder der Diaspora finden.
Vergleich mit Deutschland
Auf die Wahrnehmung von Österreichs sportlicher und taktischer Identität angesprochen, gibt es eine ehrliche Antwort, die ein bisschen schmerzen könnte.
„Österreich wird gerne mit Deutschland gleichgesetzt, wie eine Art B-Team. Das ist aber wirklich nicht so respektlos gemeint, wie es vielleicht im ersten Moment wirkt. Es ist eher wie ein Stereotyp, weil es doch viele sportliche Verbindungen gibt“, erklärt Mezahi, der es wirklich nicht böse meint.