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Tor-Gala: Dembélé schießt Frankreich in Richtung DFB-Duell – Senegal wahrt Chance

©IMAGO

Weltfußballer Ousmane Dembélé stiehlt Kylian Mbappé und Erling Haaland beim Sieg Frankreichs gegen Norwegen die Show. Senegal feiert im dritten Vorrundenspiel den ersten Erfolg bei dieser Weltmeisterschaft und darf auf das Weiterkommen hoffen. Für den Irak endet das Turnier mit einer weiteren Enttäuschung.

Dembélé hat Frankreich mit einer Drei-Tore-Gala zum Gruppensieg geschossen und den Weg für ein mögliches Achtelfinal-Duell mit Deutschland frei gemacht. Der Offensivspieler von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain war der überragende Akteur beim 4:1 (3:1) der Équipe Tricolore gegen völlig neu formierte Norweger. Sollten sowohl Deutschland als auch Frankreich ihr Sechzehntelfinale gewinnen, treffen beide am 4. Juli in Philadelphia aufeinander.

Vor 64.146 Zuschauern ließ Dembélé (7. Minute/20./32.) seine Kritiker, die sich nach dem WM-Auftakt in der Heimat lautstark zu Wort gemeldet hatten, verstummen. Kylian Mbappé überzeugte als zweifacher Vorbereiter. Thelo Aasgaard (21.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für Norwegen. Jörgen Strand Larsen (50.), der Erling Haaland ersetzte, scheiterte vom Elfmeter-Punkt an Keeper Mike Maignan. Désiré Doué (90.+4) stellte den Endstand her.


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Haaland nur Bankdrücker: Kein „Duell der Giganten“

Frankreichs Gegner im Sechzehntelfinale steht noch nicht fest, als Gegner kommen Schweden und Paraguay infrage. Erling Haalands Norweger, die bereits vor der Partie für die K.o.-Runde qualifiziert waren, treffen auf die Elfenbeinküste. Zum ersten Mal seit 1998 gewannen die Franzosen alle drei Partien in der Gruppenphase – der Lauf endete vor 28 Jahren mit dem ersten WM-Titel.

Gruppe I bei der WM 2026

Mit Spannung war das Stürmer-Duell zwischen Mbappé und Haaland erwartet worden. Beide hatten in den ersten Partien vier Tore erzielt. Mbappé hätte mit zwei weiteren Treffern mit WM-Rekordtorschütze Lionel Messi gleichziehen können. Doch Norwegens Trainer Stale Solbakken spielte beim von der FIFA angekündigten „Duell der Giganten“ nicht mit. Der 58-Jährige veränderte seine Startelf auf zehn Positionen und setzte neben Haaland auch Kapitän Martin Ödegaard auf die Bank. Die Botschaft: Platz zwei genügt.

Todesfall: Deshalb war Didier Deschamps nicht dabei

Der Tod der Mutter von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hatte die Vorbereitung der Équipe Tricolore überschattet. Der 57-Jährige, der nach dieser WM seine 14-jährige Amtszeit beendet, reiste zur Beerdigung in die Heimat. Bis zu seiner geplanten Rückkehr in die USA am Samstag übernimmt sein langjähriger Assistent Guy Stéphan die Verantwortung an der Seitenlinie.

Auch ohne ihren Erfolgsarchitekten dominierte Frankreich von Beginn an. Die Partie wirkte phasenweise eher wie ein bedeutungsloser Kick am 34. Bundesliga-Spieltag als ein WM-Spiel um den Gruppensieg. Beide Offensiven agierten extrem spielfreudig, beide Defensiven offenbarten Lücken. Frankreich vergab zahlreiche Chancen.

Haaland-Vertreter verschießt Elfmeter

Nach der Pause war Norwegen besser und Strand Larsen hatte die große Möglichkeit, das Spiel mit einem verwandelten Foul-Elfmeter wieder spannender zu gestalten – sein Schuss war aber weder hart noch gut genug platziert. Auf der Gegenseite versuchte Mbappé mit aller Wucht, zu Messi aufzuschließen, agierte im Torabschluss aber zu unpräzise.

Die Zuschauer forderten in der Schlussphase lautstark die Einwechslung von Haaland. Doch der Profi von Manchester City blieb draußen und sah, wie Teamkollege Oscar Bobb die nächste Großchance vergab. Stattdessen traf Doué per Kopf spät in der Nachspielzeit für Frankreich.

Sieg gegen Irak: Senegal wahrt Chance auf Weiterkommen

Mit einem Kantersieg hat Senegal seine Chance auf den Einzug in die K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft deutlich verbessert und das WM-Abenteuer von Außenseiter Irak vorzeitig beendet. In Überzahl kamen die Westafrikaner beim 5:0 (1:0) zu ihrem ersten Erfolg beim XXL-Turnier und dürfen mit drei Punkten und einer positiven Tordifferenz (+2) auf einen Platz im Sechzehntelfinale hoffen.

Vor 43.036 Zuschauern erzielten Habib Diarra (4. Minute), Ismaila Sarr (56.), Pape Gueye (59./71.) und Iliman Ndiaye (82.) die Tore für den ursprünglichen Afrika-Cup-Gewinner, dem der Titel mehrere Wochen nach dem siegreichen Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband aberkannt worden war.

Wie vor 40 Jahren: Kein Punkt für Irak

Für die Iraker, die nach einer frühen Roten Karte für Rebin Sulaka (14.) lange in Unterzahl spielen mussten, endete die zweite WM-Teilnahme nach 1986 genauso wie die Premiere vor 40 Jahren: Sie müssen nach drei Vorrunden-Niederlagen ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten. Die Mannschaft des australischen Trainers Graham Arnold hatte sich als letztes der 48 Teams für die Endrunde qualifiziert.

Wie schon in den vorangegangenen Duellen mit Norwegen (1:4) und Frankreich (0:3) kämpfte der Asienmeister von 2007 leidenschaftlich, war letztlich aber chancenlos. Da half auch die lautstarke Unterstützung der tausenden irakischen Fans im Toronto-Stadion nichts.

Früher Platzverweis nach VAR-Eingriff

Zumal Senegal gleich die erste Chance zur frühen Führung nutzte. Einen Kopfball von Abdoulaye Seck – einer von fünf neuen Spielern in der Startelf im Vergleich zum 2:3 gegen Norwegen – verlängerte Diarra ins Netz. Und es kam noch schlimmer für den Außenseiter.

Nach einem Foul von Sulaka an Senegals Stürmerstar Sadio Mané zückte Schiedsrichter Anthony Taylor zunächst die Gelbe Karte. Doch dann meldete sich der VAR – und der englische Referee gab nach Ansicht der Videobilder wegen einer Notbremse Rot.

Den anschließenden Freistoß von Mané, der viele Jahre in der Premier League beim FC Liverpool und in der Saison 2022/23 für den deutschen Rekordmeister Bayern München spielte, entschärfte Iraks Torwart Ahmed Basil mit einer Glanzparade.

Senegal belohnt sich für Steigerung

In Überzahl geriet der Favorit erst recht nicht in Verlegenheit, konnte sich vor der Pause aber kaum Chancen erarbeiten. Nach gut einer halben Stunde verzog Ismail Jakobs knapp. In der Nachspielzeit zielte auch Mané zu ungenau. Mehr passierte zunächst nicht.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Favorit den Druck und kam prompt zum zweiten Tor. Nach schöner Vorarbeit von Lamine Camara traf Sarr. Nur drei Minuten später legte der kurz zuvor eingewechselte Gueye mit einem Traumschuss in den Winkel nach.

Iraks Ersatztorwart Jalal Hassan, der den verletzten Basil mit Beginn der zweiten Halbzeit ersetzte, war auch beim zweiten Treffer von Gueye chancenlos. Noch deutlicher machte es Ndiaye, der den Schlusspunkt setzte.

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