Senegal jubelt nach dem 1:0

Stand: 27.06.2026 • 07:03 Uhr

Senegal hat den Irak mit 5:0 (1:0) besiegt und sich auch durch das aufgebesserte Torverhältnis einen vorzeitigen Platz im Sechzehntelfinale gesichert. Den Irakern ging in der zweiten Hälfte nach einer frühen Roten Karte die Puste aus.

Das Spiel vor 43.036 Zuschauern im offiziell ausverkauften Stadion von Toronto war im Prinzip schon entschieden, bevor es überhaupt begonnen hatte. Habib Diarra brachte den Senegal bereits in der vierten Minute nach einer Ecke in Führung. Zehn Minuten später sah der Iraker Rebin Sulaka die Rote Karte.


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3. Gruppenspieltag

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Die Iraker hielten das Spiel der beiden bis dahin punktlosen Teams zunächst offen, dann entschieden die Senegalesen mit einem Doppelschlag von Ismaila Sarr (56.) und Pape Gueye (59.) die Partie. Gueye traf noch ein zweites Mal (71.), bevor der ebenfalls eingewechselte Iliman Ndiaye (82.) zum Endstand traf. Ein Tor war schöner als das andere.

Mit einer nun positiven Tordifferenz (+2) steht Senegal dank der späteren Ergebnisse des Abends als einer der bereits feststehenden qualifzierten Gruppendritten in der nächsten Runde. Dort trifft es auf einen der Sieger der Gruppen L, G oder K. „Ich freue mich, denn wir haben ein tolles Spiel gemacht und fünf Tore erzielt“, sagte Doppeltorschütze Gueye. Die Iraker müssen die Heimreise ohne Punkt antreten.

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Rabenschwarzer Start für den Irak

Die Iraker hatten in den ersten Minuten durchaus mutig begonnen. Doch zwei Ecken führten zum frühen Rückstand. Den Schuss von Idrissa Gana Gueye konnte der Außenseiter gerade noch neben das Tor abfälschen. Bei der zweiten Ecke war es aber soweit: Abdoulaye Seck setzte sich durch. Seinen Kopfball-Aufsetzer spitzelte Diarra ins Eck – 1:0 (4.).

Sechs Minuten später foulte Sulaka vor dem Strafraum Senegals großen Star Sadio Mané. Anthony Taylor zeigte zunächst Gelb. Doch der VAR bat den Schiedsrichter aus dem deutschen EM-Viertelfinale 2024 gegen Spanien nach erstaunlich langer Bedenkzeit zum Videobeweis. Danach sah Sulaka wegen der Verhinderung einer klaren Torchance glatt Rot (14.).

Schiedsrichter Anthony Taylor zeigt dem Iraker Rebin Sulaka (r.) die Rote Karte.

Schlechter hätte das Spiel aus Iraker Sicht kaum beginnen können, zumal sich beim folgenden Freistoß von Mané auch noch sein Torhüter verletzte. Ahmed Basil musste an der Schulter behandelt werden.

Senegal schaltet zwei Gänge zurück

Doch weder der Platzverweis noch die Verletzung fielen zunächst ins Gewicht. Basil konnte nach reichlich Eisspray weitermachen – und seine Vorderleute verteidigten in Unterzahl zunächst deutlich konzentrierter. Die nächste Chance hatte Jakobs, der wuchtige Distanzschuss des Linksverteidigers ging aber knapp daneben (33.). Mané schoss nach feinem Solo knapp drüber (45.+1).

Ansonsten spielten die Senegalesen längst nicht mehr so konsequent nach vorne wie in den Anfangsminuten. Wobei sich die Iraker um den gebürtigen Hannoveraner Merchas Doski auch nach Kräften wehrten.

Torwart-Wechsel beim Irak, Sarr trifft zum 2:0

Zur zweiten Hälfte musste Iraks Trainer Graham Arnold dann doch den Torhüter wechseln. Damit kam Jalal Hassan, der schon beim 1:4 gegen Norwegen zwischen den Pfosten gestanden hatte, zu seinem zweiten Einsatz. Auszeichnen konnte und musste sich der 35-Jährige aber zunächst nicht. Mané traf den Ball nicht richtig und schoss aus kurzer Distanz drüber (51.), Jakobs köpfte vorbei (52.).

Die Senegalesen konnten im zweiten Abschnitt gleich dreimal jubeln.

Die Iraker, deren Fans den Ton im Stadion angaben, witterten ein wenig Morgenluft. Mory Diaw musste zum ersten Mal zupacken, nachdem Ali Jasim nach einem Dribbling zum Abschluss gekommen war (53.). Doch sie verloren prompt die defensive Stabilität. Erst konnte Hassan noch in höchster Not gegen Sarr retten (54.). Dann leistete sich Zidane Iqbal vor dem eigenen Strafraum einen leichtfertigen Ballverlust. Lamine Camara ging dazwischen, legte vor dem Tor quer und Sarr drückte den Ball über die Linie – 2:0 (56.).

Gueye mit zwei sehr schönen Toren

Jetzt hatten sich die Westafrikaner den Gegner zurechtgelegt. Und die zehn Iraker verloren Mut und Kraft. Der gerade erst eingewechselte Gueye zog vor dem Strafraum das Tempo an und wuchtete den Ball sehenswert ins lange Eck (59.). Der Offensivmann vom FC Villarreal setzte noch einen drauf: Die irakische Abwehr zeigte Auflösungserscheinungen, mit großem Willen und noch mehr Wucht jagte Gueye den Ball zum 4:0 in die Maschen (71.). Laut FIFA mit über 100 km/h.

Der senegalesische Frust nach den ersten beiden Niederlagen entlud sich jetzt vollständig – und der Irak musste darunter leiden. Auch Joker Ndiaye ließ Hassan mit seinem ebenfalls sehr harten Schuss keine Chance – 5:0 (82.). Der Schlusspunkt. Der Senegal steht nach dem höchsten Sieg seiner WM-Geschichte im Sechzehntelfinale.