KEINE ENTFERNUNG MEHR
Das Aufeinandertreffen der Niederlande und Marokkos in der ersten K.o.-Runde unterstrich die starke Wiederauferstehung ehemals weniger prestigeträchtiger Fußballnationen. Beide Teams überzeugten mit ungeschlagenen Leistungen, holten jeweils 7 Punkte und erzielten im Schnitt mindestens 2 Tore pro Spiel (Niederlande 10 Tore, Marokko 6). Der „Orange Tornado“ erreichte als Gruppensieger der Gruppe F die Runde der letzten 32, während die „Atlas Lions“ als Zweiter der Gruppe C hinter Brasilien weiterkamen.
Historisch und in Bezug auf die Bedeutung des Fußballs sind die Niederlande unbestritten eine Größe im Weltfußball und werden bei Weltmeisterschaften auch als „König der Vizeweltmeister“ bezeichnet (Vizeweltmeister 1974, 1978 und 2010). Marokkos jüngster Erfolg hingegen war das Erreichen des Halbfinals beim Katar-Pokal 2022. Aktuell ist die Grenze zwischen der europäischen Fußballmacht und dem afrikanischen Stolz jedoch fast verschwommen. Auf der gegenwärtigen Skala gelten die beiden Teams als ebenbürtig.

Ismael Saibari (11) hat 3 Tore für Marokko erzielt.
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N. VIELE ÄHNLICHKEITEN
Der Reiz dieser Partie liegt darin, dass sowohl die Niederlande als auch Marokko temporeichen, offensiven Fußball spielen und über hochkarätige Stürmer verfügen. Allerdings offenbaren beide Mannschaften auch Schwächen in ihren Defensivsystemen.
Der „Orange Tornado“ spielt normalerweise offensiv, kassierte aber in allen drei Gruppenspielen Gegentreffer. Zudem blieb Ronald Koemans Team seit November letzten Jahres ohne Gegentor. Auch Marokkos Defensive zeigte besorgniserregende Schwächen und erlaubte Haiti, einem als deutlich schwächer geltenden Team, im letzten Gruppenspiel zwei Tore. Daher wird das Duell zwischen den Niederlanden und Marokko ein taktisches Kräftemessen der beiden Trainer. Im Vorteil wird die Mannschaft sein, die die Schwächen des Gegners am besten ausnutzt.
Analysiert man die Offensivspieler, so haben die Niederlande aufgrund ihrer Kaderbreite die Nase vorn. Trainer Koeman verfügt über mehrere gefährliche Angreifer, die sich abwechseln können. Brian Brobbey befindet sich in Topform und erzielte in zwei Spielen drei Tore, ebenso wie Cody Gakpo und Crysencio Summerville (beide mit zwei Toren in drei Spielen). Routinier Memphis Depay, der zwar noch kein Tor erzielt hat, gilt stets als potenzieller Spielentscheider.
Marokko hingegen verlässt sich stark auf seine herausragenden Einzelspieler. Die „Atlaslöwen“ setzen große Erwartungen in Stürmer Ismael Saibari, der seine beeindruckende Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt und in allen drei Gruppenspielen getroffen hat. Saibaris Glanzleistung ist maßgeblich der starken Unterstützung von Brahim Diaz zu verdanken. Darüber hinaus stellen die rasanten Läufe von Kapitän Achraf Hakimi auf dem Flügel eine ständige Gefahr für jede Abwehr dar.
Ihre Rivalität in der Vergangenheit liefert schon vor dem Anpfiff interessante Details. Die beiden Teams trafen erstmals bei der Weltmeisterschaft 1994 aufeinander, wo die Niederlande Marokko mit 2:1 besiegten. Bemerkenswert ist, dass Trainer Koeman damals Kapitän der Oranje war. Alle drei Begegnungen zwischen den Niederlanden und Marokko seit 1994 endeten mit einem 2:1-Ergebnis. Die Afrikaner gewannen 1999 ein Freundschaftsspiel mit 2:1. Zuletzt siegte Marokko 2017 ebenfalls mit 2:1 in einem Freundschaftsspiel. Alle Spiele wurden in der regulären Spielzeit entschieden. Ein Spiel mit Verlängerung oder gar Elfmeterschießen ist in diesem Sommer jedoch durchaus möglich.
Quelle: https://thanhnien.vn/ha-lan-ma-roc-8-gio-ngay-306-vtv-truc-tiep-khi-dai-dien-chau-phi-khong-o-chieu-duoi-185260628191606015.htm