Shomurodov bringt Usbekistan in Führung
Um sich über Rang 3 mit einem Sieg noch für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren, wechselte der Trainer der DR Kongo, Sebastien Desabre, nach dem 0:1 gegen Kolumbien dreimal. Sadiki, der ehemalige Augsburger Mbuku und Cipenga ersetzten Kapuadi, Mukau und Kayembe.
Usbekistan hatte hingegen nur wenige Chancen auf ein Weiterkommen und hätte dafür sehr hoch gewinnen müssen. Trainer Fabio Cannavaro – selbst 2006 als Spieler Weltmeister mit Italien geworden – nahm für diese Mission nach dem 0:5 gegen Portugal vier Wechsel vor. Alijonov, Urozov, Mozgovoy und Khamdamov starteten für Abdullaev, Karimov, Hamrobekov und Ganiev.
Shomurodov trifft früh
Das Spiel begann hochintensiv. Beide Teams schenkten sich gegenseitig nichts, pressten früh und gingen intensiv in die Zweikämpfe. Bereits in der 1. Minute zappelte der Ball nach einem Abschluss von Shomurodov bereits im Netz, wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung wieder zurückgenommen. Doch nur wenige Minuten später machte es der Stürmer besser – und wie: Per Heber düpierte er Mpasi im Tor der Afrikaner und sorgte so für die frühe Führung (10.).
Erst danach wachte die DR Kongo etwas auf – und glich sogar aus. Mbuku traf aus der Distanz das Tor und hatte den Angriff dabei selbst eingeleitet. Doch bei der Aktion hatte der ehemalige Augsburger zuvor Nasrullaev mit der Hand im Gesicht getroffen und der Treffer wurde vom deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer nach VAR-Eingriff korrekterweise zurückgenommen (17.).
Danach flachte das Spiel etwas ab – Torraumszenen waren trotz der intensiven Partie Mangelware. Erst in der 38. Minute musste Mpasi nochmal eingreifen und im Rückwärtslaufen eine abgefälschte Flanke von Khamdamov herausfischen, und in der Nachspielzeit schoss der sehr auffällige Fayzullaev einen Freistoß noch drüber (45.+6). Mit der knappen Führung für Usbekistan ging es dann in die Pause.
Die DR Kongo dreht nach der Pause auf
Die Leoparden kamen aber mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Gerade die beiden Flügelspieler Mbuku und Cipenga setzten die Defensive der Usbeken immer wieder unter Druck. Dennoch war es zunächst nochmal Shomurodov, der einen Abschluss auf das Tordach setzte (51.).
Danach begann aber eine Drangphase der DR Kongo: Mbuku zwang Nematov zu einer Parade (58.) und Wissa setzte einen Kopfball knapp neben das Tor (61.). Doch in der Folge sollte es dahin gehen für die Usbeken. Zunächst fand eine Mbuku-Flanke nämlich Wissa, der von Khusanov im Strafraum gefoult wurde. Zwayer zeigte zurecht auf den Punkt. Wissa übernahm dann selbst und verwandelte rechts unten zum 1:1 (68.).
Die Leoparden liefen weiter an und schlugen erneut zu. Diesmal war es der nach seiner Einwechslung sehr auffällige Mayele, der einen Pass von Elia über Nematov im Tor unterbrachte (78.). Auch der VAR, der die Szene auf Abseits kontrollierte, nahm das Tor nicht zurück. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Nachdem nochmal Mayele einen Abschluss noch knapp daneben setzte (88.), war es kurz darauf Wissa, der per Doppelpack den Deckel draufschraubte. Sein perfekter Flachschuss aus der Distanz passte am Ende perfekt ins rechte untere Eck (90.+4).
So zog die DR Kongo als Gruppendritter ins Sechzehntelfinale ein, während Usbekistan seine Koffer packen musste. In der K.-o.-Runde geht es für die Leoparden am kommenden Mittwoch dann gegen Titel-Mitfavorit Engalnd.