Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den jüngsten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo für beendet erklärt. Seit der Entlassung des letzten Patienten am 19. Oktober sei kein neuer Fall mehr gemeldet worden, teilte die UN-Behörde in Genf mit.

Am 4. September hatte die WHO das Auftreten der hochansteckenden Virus-Erkrankung in der südwestlichen Provinz Kasai offiziell festgestellt.

Im Bezirk Bulape, einem ländlichen Gebiet mit schlechter Infrastruktur, waren insgesamt 64 Krankheitsfälle aufgetreten, von denen 53 durch Laboruntersuchungen bestätigt wurden. In 45 Fällen starben die Patientinnen und Patienten an Ebola.

Es handelte sich um den 16. Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Land, seit die Krankheit im Jahr 1976 erstmals festgestellt worden war. 

FILE PHOTO: Kavota Mugisha Robert (L), a healthcare worker who volunteered in the Ebola response, stands with decontamination gear as his colleague prepare to enter a house where a woman, 85, is suspected of dying of Ebola in the Eastern Congolese town of Beni in the Democratic Republic of Congo, October 8, 2019.  REUTERS/Zohra Bensemra/File Photo Die WHO hatte zahlreiches Fachpersonal in die Demokratische Republik Kongo zur Ebola-Bekämpfung entsandt.

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„Die Eindämmung und Beendigung dieses Ebola-Ausbruchs innerhalb von drei Monaten ist eine bemerkenswerte Leistung“, sagte Mohamed Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika.

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Beim jüngsten Auftreten von Infektionen hatte die WHO 112 Experten und Fachkräfte in die betroffene Region entsandt und über 150 Tonnen medizinisches Material geliefert.

Zum Schutz der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals seien mehr als 47.500 Menschen gegen Ebola geimpft worden. Geimpft wurden zunächst Kontaktpersonen von bestätigten Ebola-Fällen, später wurden die Impfungen innerhalb der Region ausgeweitet.

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Die durch das Ebola-Virus übertragene Krankheit ist selten, verläuft beim Menschen aber ohne rasche Behandlung in 90 Prozent der Fälle tödlich. 

Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten eines an Ebola erkrankten oder verstorbenen Menschen. (dpa, AFP)