Das Plan-Projekt will Frauen in ländlichen Gebieten von Burkina Faso über die lebensbedrohlichen Folgen von FGM/C informieren und bestmöglich schützen Plan International
Unbeschnittene Frauen gelten in ihren Gemeinden oftmals als „unrein“. Können sie aufgrund des Eingriffs jedoch keine Kinder gebären, erfahren sie als angeblich unfruchtbar Diskriminierung und Ausgrenzung.
So erging es auch der heute 33-jährigen Foussaatou, die ihr halbes Leben lang stillschweigend an den schwerwiegenden Folgen von weiblicher Genitalverstümmelung litt. Trotz mehrerer Versuche, Foussaatou mit traditioneller Medizin zu behandeln, wurde bei ihr keine Lösung für eine Empfängnis gefunden. Die fehlende Unterstützung und der Spott aus ihrem Umfeld verstärkten stattdessen ihre Gefühle von Einsamkeit und Leid.
Aus dem Besuch einer Informationsveranstaltung wird ein neues Leben
Foussaatou wurde durch die Gesundheitsbeauftragte in ihrem Dorf auf das laufende Plan-Projekt aufmerksam, das FGM/C verhindern will und betroffenen Frauen psychosoziale Unterstützung bietet. Nach dem Besuch einer Aufklärungsveranstaltung, bei der Plan-Teams über die Folgen der weiblichen Genitalbeschneidung informierten, wurde Foussaatou klar, dass das Leid ihrer Schmerzen und Kinderlosigkeit unmittelbar mit dieser Praktik zusammenhingen. „Ich habe verstanden, dass die weibliche Genitalbeschneidung das Leben der Frauen zerstört“, sagt sie. Durch den Besuch der Veranstaltung ermutigt, nahm sie Kontakt zu den Projektreferentinnen auf – und wurde an eine kostenlose Beratung in einem medizinischen Zentrum verwiesen.