Diomande war im Winter zur US-Künstleragentur Roc Nation gewechselt, obwohl er laut seinem ehemaligen Spielervermittler Max Gradel noch per Vertrag exklusiv an dessen französische Agentur Maxidel gebunden sei. Etwaige Exklusiv-Vereinbarungen sind zwar nicht unumstritten, laut FIFA-Recht aber unter bestimmten Voraussetzungen gültig. Beispielsweise, wenn ein vernünftiger Zeitrahmen ohne Benachteiligungen für die Spielerseite vereinbart wurde. Und genau da liegt das Problem.
Denn der kicker will erfahren haben, dass dem englischen Verband eine Vertretungsvereinbarung von Maxidel mit Diomande hinterlegt wurde. Bedeutet im Umkehrschluss: In solchen Fällen ist es Vereinen schlichtweg untersagt, Verhandlungen mit Beratern zu führen, die Exklusivrechte eines anderen Vermittlers verletzt haben. Somit kann Liverpool aktuell nicht mit Diomandes Agentur Roc Nation verhandeln.
Derartige Klauseln sind in Frankreich hingegen gültig, sofern sie auf die branchenüblichen zwei Jahre begrenzt sind. Somit könnte PSG also mit Maxidel verhandeln. Ob ein Deal mit der Agentur, von der sich Diomande offensichtlich nicht mehr vertreten lassen will, dann gültig wäre, darf jedoch stark bezweifelt werden.