500 Tote in der DR Kongo | 7. Juli 2026
In der Demokratischen Republik Kongo wütet seit Wochen ein schwierig zu bekämpfender Typ des Ebola-Virus. Die Stadt Bern spendet 25’000 Franken an ein HIlfswerk, um den Kampf gegen Ebola zu unterstützen.

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens spricht mit Menschen im Evangelischen Medizinischen Zentrum in Bunia im Osten der DR Kongo, wo klinische Studien zu Ebola stattfinden sollen.Foto: Keystone
Die Stadt Bern spendet 25’000 Franken für die Ebola-Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo. Der Betrag geht an das Hilfswerk Save the Children, wie die Stadt am Montag mitgeteilt hat.
Save the Children arbeitet mit Gesundheitsbehörden und lokalen Nichtregierungsorganisationen zusammen, um Kinder und Familien vor Ebola zu schützen. Das Hilfswerk unterstützt unter anderem Gesundheitseinrichtungen durch Material und Schulungen und stellt lebensrettende Hygiene-Sets für Gemeinden bereit, wie die Stadt in einer Mitteilung schrieb. Die Spende erfolgt im Rahmen der Nothilfe der Stadt.
Ebola wütet in der Demokratischen Republik Kongo
Beim Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind seit April Behördenangaben zufolge über 500 Menschen gestorben. Der Ausbruch blieb wochenlang unerkannt. Das Informationsministerium des zentralafrikanischen Landes teilte am Montag mit, die Zahl der bestätigten Fälle betrage aktuell 1561, darunter 506 Todesfälle. Derzeit würden 628 Patientinnen und Patienten in Kliniken und Isolationszentren behandelt, 253 gelten als genesen.
Sorgen bereitet etwa der afrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC, dass positiv getestete Patienten wiederholt aus Isolierzentren flohen. Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai waren zudem im Nachbarland Uganda 19 Menschen an Ebola erkrankt und zwei von ihnen an der hochgefährlichen Krankheit gestorben. Die Fälle standen im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Nordosten der DR Kongo.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit vergangener Woche läuft allerdings die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren gegen das Virus.