Nach der jüngsten Auseinandersetzung im südsudanesischen Bundesstaat Warrap ist die Zahl der Opfer auf mindestens 19 Tote und 14 Verletzte gestiegen. Laut lokalen Medienberichten ist die Gewalt Teil wachsender Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die durch das politische Klima im Vorfeld der für Dezember 2026 geplanten Wahlen und die anhaltende humanitäre Krise im Land verschärft werden.

Sudan: Schon 300 Kinder 2026 getötet oder verletzt

UNICEF teilt an diesem Montag mit, dass in den ersten sechs Monaten 2026 im gesamten Sudan mindesten 300 Kinder getötet oder verletzt wurden. Seit 2023 tobt im Sudan ein immer …

Die Behörden des Bundesstaates Warrap berichten laut dem vatikanischen Pressedienst Fides, dass die Auseinandersetzungen in den frühen Morgenstunden am Montag (6. Juli) begannen: „Wir erhielten gegen 5 Uhr morgens eine Meldung von den Behörden im Landkreis Tonj Süd, wonach eine Gruppe von Kriminellen die Gemeinde Manyangok angegriffen und dabei die Dörfer Ajiwel und Manyin ins Visier genommen hatte. Bei dem Zusammenstoß gab es Opfer auf beiden Seiten“. Viele Familien seien darüber hinaus obdachlos geworden und zahlreiche Häuser bei den Auseinandersetzungen vollständig zerstört.

Kreislauf von Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen

Die neuesten Gewalttaten bringen die Behörden mit dem seit Ende 2025 anhaltenden Kreislauf von Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen in Verbindung. Eine unabhängige Untersuchung soll die Taten aufklären. 

Zur Eindämmung der Gewaltspirale und um die Ordnung in dem von Auseinandersetzungen betroffenen Gebiet wiederherzustellen, hat die Regierung des Bundesstaates Warrap Streitkräfte – unterstützt von Polizei und anderen Sicherheitskräften – eingesetzt. Die Kirche hat mit Blick auf die Gewalt im Südsudan zu einem Ende des Konflikts und Aufbau eines gemeinsamen Friedens aufgerufen. 

(fides – sc)