Während die Franzosen um den Torschützen von PSG vor der eigenen Bank feierten, wollte sich auch Olise der Jubeltraube anschließen. Wie die TV-Kameras am Rande der Feierlichkeiten einfingen, drückte Samba den Offensivspieler des FC Bayern München weg und trennte diesen somit von seinen Teamkollegen. Hintergrund der Aktion ist eine FIFA-Regel.
Jene besagt, dass ein Anstoß ausgeführt werden darf, sobald sich die auf dem Platz stehenden Spieler der gegnerischen Mannschaft in ihrer Hälfte befinden. Da sich die Jubeltraube in Frankreichs Hälfte am Rande des Spielfelds in der Nähe der Mittellinie positionierte, wären die Voraussetzungen ohne Sambas Eingreifen erfüllt gewesen. Marokko hätte also mehr oder weniger ungehindert auf das Tor der Equipe Tricole zulaufen können. Olise folgte jedoch den Anweisungen des Schlussmanns von Stade Rennes und schaute seinen Teamkollegen in Marokkos Hälfte aus kurzer Entfernung beim Jubeln zu, weshalb Schiedsrichter Facundo Tello aus Argentinien die Partie nicht offiziell freigeben durfte.
Dass Frankreichs Spieler über die Regel bestens Bescheid wissen, zeigt ein Beispiel aus dem WM-Finale 2022. Bei der Niederlage gegen Argentinien war Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano nach einem Tor von Kylian Mbappe von Theo Hernandez zurück in die gegnerische Hälfte gestoßen worden.