Nach WM-Aus

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Anderthalb Wochen nach dem bitteren WM-Aus gegen Belgien trennt sich der Senegal von seinem bisherigen Nationaltrainer Pape Thiaw. Wie der senegalesische Fußballverband FSF mitteilte, werden Thiaw und sein gesamter Stab von ihren Aufgaben enthoben. Ob es schon Kandidaten für eine Nachfolge gibt, ging aus den Angaben nicht hervor. Am Montagnachmittag will sich der Verband näher auf einer Pressekonferenz zu dem Schritt äußern.
Der Senegal war im Sechzehntelfinale der WM unglücklich gegen Belgien ausgeschieden. Bis kurz vor Schluss hatte das Team um Superstar Sadio Mané mit 2:0 geführt, dann kamen die Belgier durch zwei späte Tore noch zum Ausgleich. In der Verlängerung entschied ein Elfmeter des belgischen Kapitäns Youri Tielemans die Partie zuungunsten der Senegalesen. Der frühere Profi-Stürmer Thiaw war seit Ende 2024 senegalesischer Nationaltrainer gewesen. Dass er nun gehen muss, entschied das Exekutivkomitee des FSF auf einer Sitzung am Samstag. Nach umfassender Bewertung der sportlichen Ergebnisse und Perspektiven des Nationalteams halte man es im Sinne des senegalesischen Fußballs für notwendig, das Verfahren zur Beendigung der Tätigkeit von Thiaw und seinem Stab einzuleiten, hieß es vom Verband.
Senegal: Thiaw-Trennung Reaktion auf Gueye-Eklat?
Mittelfeldspieler Pape Gueye hatte zuletzt mit einem Statement bei Instagram für einen Eklat bei den Senegalesen gesorgt. Der 27 Jahre alte Profi vom FC Villarreal, mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro geteilt zweitwertvollster Spieler im Kader nach Evertons Iliman Ndiaye (55 Mio. Euro), war aus Protest gegen Thiaw vorerst aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. In seiner Story postete Gueye die Worte: „Ich werde noch einmal zurückkommen, um ein paar Worte zu dem Aus zu sagen … aber ich möchte heute schon ankündigen, dass ich, solange dieser Trainerstab im Amt ist, eine Pause bei der Nationalmannschaft einlegen werde.“
Der Linksfuß zählt eigentlich zu den wichtigsten Spielern beim westafrikanischen Top-Team. Beim Afrika-Cup im vergangenen Winter etwa stand er die meiste Zeit und bis ins skandalöse Finale gegen Marokko auf dem Feld. Dort hatte er in der Verlängerung das Tor zum vermeintlichen Titel erzielt, im Anschluss wurde das Spiel aber mit 3:0 für die Gastgeber gewertet (zu den Hintergründen).
Bei der WM setzte Trainer Thiaw zwar auch auf Gueye, aber nie über die volle Spielzeit. Dreimal wurde er aus- und einmal eingewechselt. In vier WM-Spielen kommt Gueye auf zwei Tore und eine Vorlage – alle allerdings als Joker beim deutlichen 5:0 gegen Irak, das erst den dritten Platz und das Weiterkommen sicherte.
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