Heim-WM 2030 als Lockmittel

Wie die Bild berichtet, sind die Gespräche zwischen dem marokkanischen Fußballverband und Mohyas Umfeld bereits sehr konkret. Die Nordafrikaner werben mit einer klaren Perspektive: Sie wollen den 17-Jährigen als Star der Heim-WM 2030 aufbauen. Marokko ist zusammen mit Spanien und Portugal Ausrichter des Turniers. In marokkanischen Medien wird bereits darüber spekuliert, dass Mohya seine Entscheidung schon getroffen habe. Offiziell bestätigt ist das jedoch noch nicht.

Mohya besitzt sowohl die deutsche als auch die marokkanische Staatsbürgerschaft und hatte bereits Anfang des Jahres im kicker bestätigt, dass der marokkanische Verband Kontakt aufgenommen habe. Damals ließ er sich noch Zeit. Nun scheint die Tendenz klarer zu werden.

DFB verliert nach Wanner das nächste Doppelpass-Talent

Für den DFB wäre es ein schmerzhafter Verlust. Mohya hatte die U16, U17 und U18 der deutschen Nationalmannschaft durchlaufen und gilt unter dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp als Perspektivspieler.

Gladbach hatte den gebürtigen Deutschen in dieser Saison zur ersten Bundesliga-Einsätzen geführt. Zwölf Profi-Pflichtspiele, darunter sein erster Treffer beim 1:4 bei Bayern München. Beim Debüt im Oktober war er der jüngste Bundesligaspieler in der Vereinsgeschichte der Fohlen.

Zuletzt hatte der DFB bereits Paul Wanner verloren, der sich für Österreich entschieden hatte. Ein weiterer Verbandswechsel eines Toptalents käme für Klopp zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt nach dem WM-Aus der deutschen Mannschaft.