Seit dem 11. Juni rollt der Ball: 38 Tage lang wird in den USA, Mexiko und Kanada der neue Weltmeister ausgespielt. Erstmals gab es zwölf Vorrundengruppen mit 48 Teams. Die deutsche Nationalmannschaft ist im Sechzehntelfinale an Paraguay gescheitert und steht vor einem Umbruch. Im WM-Blog bleibst du auch nach dem Aus des DFB-Teams über alle Themen rund um das XXL-Turnier auf dem Laufenden.

17:27 Uhr
Beschwerde gegen FIFA-Chef Infantino

Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare hat nach eigenen Angaben gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino eine Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingelegt. Sie wirft dem mächtigsten Funktionär des Fußball-Weltverbands vor, wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen zu haben. Der Hauptvorwurf: Infantino soll US-Präsident Donald Trump seine politische Unterstützung angeboten haben. Insgesamt gebe es fünf eindeutige Verstöße, für die es auch „überzeugende Beweise“ gebe, teilte FairSquare mit. Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, der trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nicht für das Achtelfinale gegen Belgien aussetzen musste. Das hatte für Empörung in der Fußballwelt gesorgt.

Infantino hatte seinerseits die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane der FIFA hervorgehoben. Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb er in einer Stellungnahme zum Fall Balogun. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage, beteuerte Infantino. Der FIFA-Chef soll laut FairSquare aber auch Werbung für eine Fanseite betrieben haben, die mit der Trump-Administration zusammenhängen soll. Dabei sei es um das Sammeln von Daten gegangen.

Bei seiner Aufnahme in das IOC habe Infantino einen Eid abgelegt, die Olympische Charta zu achten und den IOC-Ethikkodex uneingeschränkt einzuhalten, hieß es in der Mitteilung von FairSquare. Demnach könne das IOC Mitglieder ausschließen, die nicht entsprechend handeln würden. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte bereits in der vergangenen Woche mit Blick auf eine mögliche Beschwerde gesagt, dass man sich dann „natürlich“ damit befassen werde. FairSquare hatte bereits vor der WM eine ähnlich gelagerte Beschwerde bei der Ethik-Kommission der FIFA eingereicht, die im weiteren Verlauf auch vom norwegischen Verband und Mitgliedern des Europäischen Parlaments unterstützt worden war.

15:53 Uhr
Verbandschef: Senegals Arzt eigentlich Gynäkologe

Kurioses Streitthema beim senegalesischen Fußballverband: Nach dem WM-Aus des Nationalteams hat Verbandschef Abdoulaye Fall dem Mannschaftsarzt Abdourahman Fedior vorgeworfen, keinen erforderlichen fachärztlichen Hintergrund gehabt zu haben. Er entspreche mit seinem Profil „nicht den medizinischen Anforderungen einer Mannschaft, die an einer Weltmeisterschaft teilnimmt“, behauptete Fall. „Er ist Gynäkologe.“

Fedior reagierte empört. „Ich war wirklich überrascht von seinen Anschuldigungen“, sagte er in einem Rundfunkinterview. Der Arzt hatte demnach bereits 2018 erklärt, dass er zwar zunächst als Gynäkologe ausgebildet wurde, aber danach ein Studium in Sportmedizin und Sportbiologie abgeschlossen habe. Seit 2017 ist er Mannschaftsarzt der Senegalesen. Die senegalesische Vereinigung für Sportmedizin sprach Fedior ihre Unterstützung aus und bezeichnete die Äußerungen des Verbandspräsidenten gegen ihn als „unbegründet und verleumderisch“.

15:41 Uhr
Neue WM-Regeln für Experten „große Gefahr“

DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht bei der Umsetzung der neuen, bei der Weltmeisterschaft angewandten Regeln „eine große Gefahr“. „Der Fußball muss für den Fan verständlich sein. Der, der den Fußball an der Basis spielt, muss wissen: Er spielt den gleichen Fußball wie in der Bundesliga oder bei der WM“, sagte der frühere Bundesliga-Referee in einem Interview bei „sportschau.de“. „Man muss die Änderungen und die Abweichungen so gering wie möglich halten, um dem Fan den Fußball so einheitlich wie möglich zu präsentieren.“ Als positiv bewertet Wagner die Reduzierung des Zeitspiels zum Beispiel durch schnellere Wechsel und dadurch, dass ein Spieler, der sich auf dem Feld behandeln lässt, erst eine Minute nach Verlassen des Platzes zurück darf. Dadurch sollte unterbunden werden, dass Verletzungen vorgetäuscht werden.

„Das Verhalten der Spieler hat sich verändert. Die Spieler bleiben nicht mehr so lange liegen und bei Auswechslungen wird sich beeilt. Das hat wirklich gefruchtet“, urteilte Wagner, zeigte aber auch eine Schwierigkeit im Alltagsfußball auf: „Bei der WM geht das wunderbar, aber im Anschluss muss es dann aber auch bis an die Basis umgesetzt werden. Doch was soll der Schiedsrichter in der Kreisliga noch alles tun? Er muss jetzt ständig runterzählen, Countdowns anzeigen, und, und, und.“ Die Belastung für den Schiedsrichter sei dadurch nochmals höher geworden. Von den erweiterten Eingriffsmöglichkeiten des VA, so bei Gelben Karten und Eckstößen, werde man „nicht alles davon“ im Alltag sehen. „Die FIFA hat gerade beim Videoassistenten einen Großteil dieser Dinge im optionalen Bereich belassen“, erklärte der 63 Jahre alte Regelexperte. „Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die UEFA entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen.“

15:25 Uhr
Warum Englands Stürmer Burn ein Finger fehlt

Englands Nationalspieler Dan Burn ist nicht nur wegen seines vergleichsweise späten WM-Debüts im Alter von 34 Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dem Innenverteidiger von Newcastle United fehlt auch ein Finger an seiner rechten Hand. Diesen verlor er nach eigenen Angaben als 13-Jähriger beim Versuch, über einen Zaun zu klettern, wie unter anderem der „Mirror“ berichtete.

Burn habe in seiner Heimatstadt Blyth (nahe Newcastle) ein paar Mädchen beeindrucken wollen, hieß es in dem Bericht weiter. An einem Finger trug er damals einen Ring, der sich beim Runterspringen im Zaun verhakte. Durch die Wucht seines Körpergewichts wurde Burns kompletter Finger abgerissen. „Ich war also mit ein paar Freunden unterwegs und habe vor einer Gruppe von Mädchen angegeben. Ich glaube, ein Kaninchen war ausgebüxt und hatte sich ein Stück weit in ein Gemeindezentrum verirrt“, erzählte Burn. Die Verfolgung endete dann mit der schlimmen Verletzung.

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14:58 Uhr
Tuchel winkt Millionen-Prämie bei WM-Sieg

In den WM-Wochen hat der deutsche Coach Thomas Tuchel in England an Respekt und Profil gewonnen. Doch das WM-Halbfinale gegen die Argentinier um Messi und Co. entscheidet, ob daraus vielleicht Liebe wird oder ob Zweifel zurückkommen. Der 52-Jährige geht optimistisch an die Herausforderung. Berichten zufolge winkt ihm bei einem WM-Sieg der Three Lions eine Prämie in Millionenhöhe.

„Es ist intensiv“, sagte Tuchel über seine erste WM. Alles, was er tut und sagt, wird von den teils berüchtigten englischen Medien und zahlreichen Experten des Landes unter die Lupe genommen. Doch damit hat er sich arrangiert. „Ich fühle mich sehr lebendig in diesen Momenten. Das ist, wo ich sein möchte. Ich möchte nirgendwo anders auf der Welt sein.“ Vor allem die hitzigen K.-o.-Spiele geben ihm einen Adrenalin-Kick. „Diese emotionale Achterbahnfahrt“ erleben zu dürfen, sei „ein neues Level“. Vielleicht ist damit auch sein kleiner Wutausbruch auf die Mentalitätsfrage unmittelbar nach dem schmeichelhaften Viertelfinalsieg gegen Norwegen zu erklären. In England kam das gut an: Da kämpft jemand wie ein Löwe für die Three Lions. Ansonsten aber lächelt der 52-Jährige viel. Er wirkt zufrieden und agiert trotz des immensen Titeldrucks entspannter als teilweise zu seiner Zeit als Trainer des BVB und FC Bayern.

Auch Siege stärken Tuchels Rücken. Dass er von 20 Spielen mit England 16 gewonnen hat, macht ihn zum Trainer mit der höchsten Siegquote (ab zehn Spielen) einer europäischen Nation. Die Skepsis um seine Verpflichtung, als zum Beispiel die „Daily Mail“ von einem „schwarzen Tag für England“ schrieb, weil „bis hin zum Zeugwart“ alle englisch sein müssten bei den Three Lions, hat er weitestgehend widerlegt. Doch um auf der Insel wirklich geliebt zu werden, muss er wohl den Titel holen und die „sixty years of hurt“ seit dem bislang einzigen WM-Titel auslöschen. Gelingt ihm dies, dürfte er sich Berichten zufolge über eine saftige Prämie freuen – diese soll bei rund 3,5 Millionen Euro liegen.

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14:21 Uhr
Balogun äußert sich zu „Kontroversen“ um aufgehobene Sperre

Gut eine Woche nach dem WM-Skandal um die aufgehobene Sperre von Folarin Balogun hat sich der Stürmer der USA selbst nochmals zu Wort gemeldet. Der 25-Jährige sprach in der Sendung „CBS Mornings“ über die besonderen Tage rund um seinen Platzverweis beim Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina und die darauffolgende Sperre, die nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Gianni Infantino aufgehoben wurde.

„Ich war komplett schockiert. Aber ich musste die Entscheidung akzeptieren“, sagte Balogun über seinen harten, aber unabsichtlichen Tritt im ersten K.-o.-Spiel, der bei dem 2:0 zu einer Roten Karte nach Überprüfung der Videobilder geführt hatte. „Wenn etwas nicht absichtlich ist, sollte es niemals Rot geben. Es war einfach eine unglückliche Situation“, erklärte Balogun.

Der Weltverband FIFA hob die Sperre überraschend und einen Tag vor dem Achtelfinale (1:4 gegen Belgien) wieder auf. Zuvor hatte Trump nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei FIFA-Chef Infantino um eine Überprüfung der Sperre gebeten. „Meine erste Reaktion war, dass ich glücklich war, zurück zum Team zu kommen. Ich wusste, es würde für Kontroversen sorgen“, sagte Balogun, der sich schon beim Achtelfinale in Seattle den vielen Fragen gestellt – und sich dabei ähnlich wie nun in der TV-Sendung zu dem Thema geäußert hatte. „Es war schwierig, es gab viele Nebengeräusche – das ist kaum zu verhindern“, fügte der Angreifer von AS Monaco an. Er selbst zeigte bei der klaren Niederlage gegen die inzwischen ebenfalls ausgeschiedenen Belgier eine durchwachsene sportliche Leistung.

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13:19 Uhr
Auch Schiedsrichter Zwayer bei WM raus

Für den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer ist die WM nach zwei Einsätzen in der Vorrunde vorzeitig beendet. Der 45 Jahre alte Berliner wird am Finalwochenende kein weiteres Spiel leiten und hat das Schiedsrichter-Quartier in Amerika bereits verlassen, wie der DFB auf Anfrage mitteilte. Bislang nicht abgereist ist Bastian Dankert, der sich als Videoschiedsrichter noch Hoffnungen auf einen Einsatz im WM-Finale am Sonntag machen darf.

Zwayer hat bei der Weltmeisterschaft den zweiten Auftritt von Gastgeber USA gegen Australien (2:0) sowie das Duell Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1) geleitet. Der Deutsche zeigte in beiden Partien eine starke Leistung, fiel aber bei seinem ersten Einsatz in Seattle auch mit einem Krampf in der Nachspielzeit auf.

Für das Halbfinale Spanien gegen Frankreich am Dienstag (21 Uhr) in Arlington bei Dallas wurde Iván Barton aus El Salvador als Schiedsrichter ausgewählt. Ismail Elfath aus Gastgeberland USA wird das zweite Halbfinale England gegen Argentinien am Mittwoch in Atlanta leiten. Laut übereinstimmenden Medienberichten sind noch 13 Referees im Quartier des Weltverbandes FIFA verblieben. Zieht Argentinien ins Finale ein, würden die Schiedsrichter aus Europa und Südamerika entfallen. Top-Kandidat wäre dann Alireza Faghani, der für Australien pfeift. Kommt es zu einem Duell zweier Teams aus Europa, kämen auch der Slowene Slavko Vincic oder Szymon Marciniak aus Polen infrage.

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11:36 Uhr
FIFA lässt WM-Pokal in Koffer von Luxusmarke aufbewahren

Die FIFA wird zum Abschluss der WM auch einen Trophäenkoffer einer Luxusmarke in seine Finalshow einbeziehen. Die französische Marke Louis Vuitton soll demnach „den offiziellen, speziell angefertigten Trophäenkoffer, der für den Transport und die Präsentation der wohl bekanntesten Trophäe im Sport entwickelt wurde“, präsentieren, wie die FIFA vor den beiden Halbfinals mitteilte.

Im Netz gab es umgehend Kritik an der Aktion des Weltverbandes, der bei der WM zum Beispiel auch die neu eingeführten Trinkpausen an einen Namenssponsor verkauft hatte. Louis Vuitton hat nach FIFA-Angaben bereits in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 den Trophäenkoffer für den Gewinner der WM präsentiert. Das Endspiel steigt am 19. Juli in East Rutherford nahe New York, nach Angaben von FIFA-Chef Gianni Infantino wird US-Präsident Donald Trump den goldenen Siegerpokal überreichen.

11:16 Uhr
Das sind die wertvollsten Halbfinalisten ohne WM-Minute

Die WM biegt auf die Zielgerade ein und bei den Halbfinalisten Frankreich, Spanien, England und Argentinien warten noch 17 Spieler auf ihre erste Turnierminute. Darunter befinden sich prominente Namen wie Ex-Leverkusener Alejandro Grimaldo (Atlético), der ehemalige Münchner Lucas Hernández (PSG) oder der 2018er-Weltmeister N’Golo Kanté (Fenerbahce). Zusammengerechnet kommen die Reservisten ohne Einsatz auf einen Marktwert von 491 Millionen Euro.

Bei den WM-Dauerbrennern indes dominieren die im Viertelfinale gescheiterten Schweizer das Ranking – die Eidgenossen mussten in der K.o.-Phase zweimal durch die Verlängerung.

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10:20 Uhr
Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für England gegen Argentinien

Die Polizei in Atlanta verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen für das brisante WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien. „Zusätzliches Personal und zusätzliche Ressourcen sind bereits im Einsatz und werden auch weiterhin strategisch an und um die Veranstaltungsorte, in den Ausgehvierteln und anderen stark frequentierten Bereichen eingesetzt, um ein sicheres und angenehmes Erlebnis für alle zu gewährleisten“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Atlanta. Die proaktiven Maßnahmen würden dem Schutz der Öffentlichkeit und der Abschreckung vor kriminellen Handlungen dienen, hieß es weiter. Sie würden gewährleisten, „dass Einwohner und Besucher dieses historische Ereignis sicher genießen können.“

Laut der argentinischen Zeitung „La Nación“ wurde die Partie als Spiel der höchsten Risikostufe von den Behörden eingeordnet. Die Hotels beider Mannschaften sollen von größeren Polizeiaufgeboten bewacht werden. Zwei Tage vor der Partie kam es demnach auch zu einem Treffen unter anderem mit Vertretern der FIFA, aber auch des FBI und Polizeibehörde von Miami, von wo eine große Schar argentinischer Fans erwartet wird. England und Argentinien spielen am Mittwoch (21 Uhr/MagentaTV und ARD) in Atlanta um den Einzug ins WM-Finale. Die beiden Nationen trafen zuletzt 2005 in einem Testspiel aufeinander. Brisant ist die Partie nun 40 Jahre nach dem WM-Viertelfinale mit Diego Maradonas „Hand Gottes“ beim 2:1-Sieg des späteren Weltmeisters immer noch durch den Falklandkrieg 1982. Damals waren rund 1000 Soldaten ums Leben gekommen. Spieler beider Seiten betonte bereits, dass dies nur ein Fußballspiel sei.

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07:45 Uhr
Reaktionen auf Rassismus-Eklat vor WM-Halbfinale

Spaniens Jungstar Lamine Yamal hat nach der rassistischen Äußerung des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy vor dem WM-Halbfinale gegen Frankreich auf die verbindende Kraft des Fußballs verwiesen. „Wenn Fußball etwas bewirken kann, dann Integration. Frankreich und wir sind beide Beispiele für Integration. Darum geht es im Fußball – nicht darum, über Aussagen anderer Menschen zu sprechen“, sagte der Flügelspieler an seinem 19. Geburtstag.

„Morgen spielen wir eines der schönsten Spiele, die man bei einer Weltmeisterschaft erleben kann. Ich glaube nicht, dass jetzt der richtige Moment ist, darüber zu sprechen“, ergänzte Lamine Yamal vor dem Halbfinale gegen Frankreich (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV). Rajoy, früher Politiker der konservativen Volkspartei PP, hatte in einem Beitrag für die Digitalzeitung „El Debate“ geschrieben, Frankreich verfüge über einen Kader auf höchstem Niveau. Allerdings stünden keine Franzosen im Team, behauptete er. Rajoys Beitrag stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie in Arlington bei Dallas auf scharfe Ablehnung.

Frankreichs Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery wurde ebenfalls auf die Aussagen angesprochen. Er sagte, er habe den Text nicht gelesen. „Diese französische Mannschaft hat Spieler mit verschiedenen Hintergründen und Abstammungen. So wie das Land“, meinte Zaïre-Emery. „Wir sind eine vereinte Gruppe, ein vereintes Team und das ist alles, worauf es ankommt.“

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06:59 Uhr
Liverpool macht Weg für Slot als Oranje-Coach frei

Der FC Liverpool macht offenbar den Weg für ein mögliches Engagement von Arne Slot als neuer niederländischer Nationaltrainer frei. Der englische Rekordmeister wolle dafür sorgen, dass Slot nicht seinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung nach der Trennung nach der vergangenen Saison verliere, sollte dieser neuer Bondscoach werden, berichtet „De Telegraaf“. Der 47-Jährige gilt als Kandidat für die Nachfolge von Ronald Koeman, der nach dem frühen Aus bei der Weltmeisterschaft im Sechzehntelfinale gegen Marokko zurückgetreten war. Liverpool hatte den vorigen Meistercoach Slot nach der enttäuschenden abgelaufenen Saison von seinen Aufgaben entbunden.

Dem Bericht zufolge will Liverpool das Gehalt Slots in seinem ersten Jahr als Nationaltrainer auf den Betrag aufstocken, der dem Trainer noch beim Premier-League-Klub zugestanden hätte. Somit müsste Slot keinen finanziellen Verlust hinnehmen und sein Ex-Klub spart ebenfalls. Slots Vertrag an der Anfield Road läuft noch bis zum Sommer 2027. Die Niederlande müssen spätestens bis zum Nations-League-Auftakt gegen Deutschland am 24. September in Amsterdam einen neuen Trainer gefunden haben. Als weitere Kandidaten neben Slot werden Eindhovens Meistertrainer Peter Bosz, Leverkusens Kurzzeittrainer Erik ten Hag, die Ex-Profis Ruud van Nistelrooy und Michael Reiziger sowie sogar Pep Guardiola gehandelt.

➜ Highlights im Video: Marokko schlägt Niederlande im Elfmeterschießen
06:15 Uhr
Frankreichs Rabiot: Teamgeist als großer Trumpf

Nach Meinung von Mittelfeldspieler Adrien Rabiot ist die große Geschlossenheit innerhalb des Teams ein entscheidender Grund für Frankreichs bisherige Erfolge bei dieser WM. Es funktioniere und harmoniere abseits des Platzes sehr gut, sagte der 31-Jährige vor dem Halbfinale gegen Spanien am Dienstag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Arlington bei Dallas. „Auch die Schwierigkeiten, mit denen der Trainer zu kämpfen hatte, haben uns einander nähergebracht und uns zusammengeschweißt“, erklärte Rabiot.

Die Mutter von Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps war während der WM-Gruppenphase gestorben. Der 57-Jährige hatte das Turnier für die Beerdigung kurzzeitig verlassen und sich beim Vorrundenabschluss gegen Norwegen (4:1) von Assistent Guy Stéphan vertreten lassen. Danach kehrte er zurück. Rabiot und die Franzosen gehen extrem selbstbewusst ins Duell mit dem Europameister. Man müsse vor niemandem Angst haben, meinte der Routinier. „Ich glaube, wir hätten kaum in einer besseren Verfassung ankommen können.“ Bisher feierte der zweimalige Weltmeister Frankreich bei diesem Turnier sechs Siege in sechs Spielen. In der K.o.-Phase kassierten Les Bleus kein einziges Gegentor.

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05:02 Uhr
Wie mit Maradona: Argentinien im blauen Trikot gegen England

Vor dem WM-Halbfinale gegen Argentinien dürfte die Festlegung der Trikotfarben keine guten Erinnerungen bei England wecken. Wie schon im legendären WM-Viertelfinale 1986 als auch im Achtelfinale 1998 spielt Argentinien in den dunkelblauen Auswärtstrikots. Das bestätigte der argentinische Fußballverband der „dpa“. England trifft am Mittwoch (21 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta auf den Titelverteidiger.

In Mexiko-Stadt hatte Diego Maradona vor 40 Jahren die Führung mit der „Hand Gottes“ erzielt, später legte er mit dem vom Weltverband FIFA zum Jahrhunderttor gekürten 2:0 nach. Am Ende hieß es 2:1. 1998 in Frankreich hatte sich David Beckham zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen und die Rote Karte gesehen. Nach der Verlängerung stand es 2:2, Argentinien siegte im Elfmeterschießen. Bei den WM-Niederlagen 1966 und 2002 gegen England hatte Argentinien in den klassischen Farben himmelblau und weiß gespielt. Bei dieser WM hatten Lionel Messi und Co. im Gruppenspiel gegen Jordanien das Auswärtstrikot getragen und 3:1 gewonnen.

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04:14 Uhr
Rodris Vergleich mit Lamine Yamal: Mit 19 im Studentenwohnheim

Der frühere Weltfußballer Rodri war im Alter von Lamine Yamal noch völlig unbekannt an der Universität von Castellón unterwegs. „Mit 19 war ich noch im Studentenwohnheim. Da gab es Partys, von denen ich lieber nichts erzähle“, sagte der spanische Nationalspieler dem „Guardian“ vor dem WM-Halbfinale gegen Frankreich am Dienstag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV). Der heute 30-Jährige studierte Wirtschaft und machte später auch seinen Abschluss. Damals war Rodri Nachwuchsspieler beim FC Villarreal und wurde nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt.

Täglich fuhr er mit dem Rad von der Uni zum Bahnhof, nahm dort den Zug zum Training. Seine Kommilitonen wussten nicht einmal, dass er Fußballer ist. Der 19-jährige Lamine Yamal ist dagegen schon ein Star. „Mein Leben war ein komplett anderer Film, verglichen mit dem, was Lamine erlebt“, berichtete der Mittelfeldspieler von Manchester City. „Ich war noch nicht einmal Profi. Er ist ein Kind, das schon sehr viel Reife gezeigt hat. Aber es gibt noch Dinge, in denen er besser werden kann. Das ist aber in seinem Alter normal. Wir alle wissen, wie gut er ist.“

Spanien und Frankreich trafen zuletzt vor rund einem Jahr im Halbfinale der Nations League aufeinander. In einem spektakulären Spiel setzte sich Spanien mit 5:4 durch. In Dallas hofft Rodri auf weniger Tore. „Sie haben sich verbessert, es ist schwerer, gegen sie Tore zu schießen“, erklärte Rodri. „Und ich bin mir auch nicht sicher, ob uns ein offener Schlagabtausch liegen würde.“

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03:33 Uhr
Trump-Beauftragter: Englischer WM-Titel wäre schöner Triumph

Dem FIFA-Beauftragten des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, würde England als neuer Weltmeister gefallen. „Wissen Sie, da die Vereinigten Staaten nicht gewinnen können an unserem 250. Geburtstag, wäre es eine großartige Geschichte, wenn die Engländer nach Amerika kommen und während unserer Jubiläumsfeierlichkeiten gewinnen“, sagte der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte Giuliani der „Daily Mail“. „Die vergangenen 60 Jahre waren schmerzhaft für England und es wäre ein schöner Triumph für sie, wenn sie das Turnier gewinnen.“

England spielt im Halbfinale am Mittwoch gegen Titelverteidiger Argentinien (21 Uhr/ARD und Magenta TV) und strebt den ersten WM-Titel seit 1966 an. Giuliani betonte die Bedeutung von Bayern-Profi Harry Kane für die englische Nationalmannschaft. „Wenn sie das Turnier gewinnen, ist er der Hauptgrund dafür“, sagte er. „Er ist einer der wichtigsten Spieler im Team, er und Jude Bellingham sind tolle Sportler.“ England habe ein sehr ausgeglichenes Team und „sie müssen selbstbewusst sein, der Coach muss ihnen einimpfen, dass sie das Potenzial haben, zu gewinnen.“ Kane hatte zuletzt davon berichtet, wie er auf Wunsch des US-Präsidenten gemeinsam mit Trump in Florida eine Partie Golf gespielt hatte.

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02:04 Uhr
Spanien vertraut auf Lamine Yamal: Das beste Spiel kommt noch

Bei der WM wächst die Anspannung vor dem ersten Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien. La Furia Roja hofft dabei auf die erste große Gala von Jungstar Lamine Yamal. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte Nationaltrainer Luis de la Fuente.

Lamine Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Partien bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Das Top-Talent, das am Tag vor dem Halbfinale seinen 19. Geburtstag feierte, stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht“, betonte der Flügelspieler des FC Barcelona.

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01:16 Uhr
Empfang für Norwegens Team – Haaland mit Waschbär-Souvenir

Das norwegische Team ist nach dem Viertelfinal-Aus gegen England begeistert in der Heimat empfangen worden, Stürmerstar Erling Haaland präsentierte dabei ein Faible für ausgefallene Souvenirs. Der 25-Jährige stieg mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche. Nach Informationen von „The Athletic“ hat Haaland das Souvenir in Texas gekauft – und zwar im Wild Bill’s Western Store, der seit fast 50 Jahren in Dallas existiert.

Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ødegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König. Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern. Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Haaland war da nicht mehr dabei, weil er schon auf der Weiterreise in den Urlaub war.

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00:11 Uhr
Deschamps sieht Spanien als Favorit

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps schiebt die Favoritenrolle vor dem WM-Halbfinal-Kracher gegen Spanien munter dem Gegner zu. „Ja, das bestätige ich“, sagte er bei der Presskonferenz auf die Frage, ob er bei seiner Meinung bleibe, dass Spanien der große Titelfavorit sei.

Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, sagte er vor der Partie nun erneut. „Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Es könne ein „spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte Deschamps.

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