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München – Wird dieser Deal doch viel kniffliger als gedacht? Wie BILD bereits berichtete, würde der FC Bayern gerne Bara Sapoko Ndiaye (18) kaufen. In der Rückrunde der abgelaufenen Saison war das Mittelfeld-Talent bereits von den Gambinos Stars aus Gambia ausgeliehen. Da die beiden Vereine eine offizielle Kooperation haben, sah eigentlich alles nach einem unkomplizierten und schnellen Transfer aus. Doch: Obwohl das Sommer-Wechselfenster schon 19 Tage geöffnet ist, wurde bislang noch keine Einigung verkündet. Was sind die Gründe?
Bayern will Ndiaye: Ablöse-Forderungen das Problem?
Laut „Sky“ soll eines der Probleme der Kaufpreis sein. Hintergrund: Als das Mittelfeld-Talent Anfang Januar nach Deutschland zum Rekordmeister kam, war sein Name nur absoluten Insidern des afrikanischen Fußballs ein Begriff. Doch Ndiaye überzeugte nach anfänglichen Verletzungsproblemen später im Training der Profis so, dass Coach Vincent Kompany (40) ihn viermal in der Bundesliga einsetzte.
Mehr noch: Der Senegalese wurde Anfang Juni auch noch völlig überraschend in den WM-Kader seines Heimatlandes berufen. Im Sechzehntelfinale gegen Belgien (2:3 n.V.) kam er auch einmal für die letzten 24 Minuten zum Einsatz.

Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) ist ein großer Fan und Förderer von Bara Sapoko Ndiaye (18/r.)
Foto: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie
Auch die Berater-Lage soll ein Faktor sein
Die Folge: Ndiaye ist plötzlich viel bekannter und wertvoller – „transfermarkt.de“ schätzt seinen Marktwert aktuell auf rund vier Mio. Euro! Das wollen die Gambinos Stars offenbar nutzen, um mit ihrem Juwel möglichst viel Geld zu machen. Eine kuriose Situation, denn die Fußball-Akademie, die 2019 von Ex-Fürth-Präsident Helmut Hack (76) gegründet wurde, ist ein offizieller Kooperationspartner von Red&Gold Football, einem 2023 gegründeten Joint Venture des FC Bayern mit dem Los Angeles FC.
Außerdem soll laut „Sky“ noch ein zweiter Faktor den Poker um Ndiaye erschweren: Es soll zwischen verschiedenen Beratern Knatsch darum geben, wer den Shootingstar aktuell vertreten darf und wer künftig mit ihm zusammenarbeiten wird. Auf „transfermarkt.de“ wird derzeit die deutsche Agentur „4FC“ aus Würzburg als Vertreter von Ndiaye geführt – Geschäftsführer ist dort Christian Hack, der jüngere Sohn des Gambinos-Gründers. Die Bayern und Kompany hoffen derweil, dass sich sowohl der Ablöse-Poker als auch die Berater-Situation klären lassen, um das Toptalent fest verpflichten zu können.