Wegen heftiger Regenfälle im Süden Afrikas suchen neben dem Hochwasser auch Krokodile Städte in Mosambik heim. Von den 13 Menschen, die in Mosambik durch die Überschwemmungen ums Leben gekommen sind, seien drei von Krokodilen getötet worden, teilten die Behörden mit. In der Hauptstadt der Provinz Gaza, Xai-Xai, warnten sie die Menschen vor einer erhöhten Gefahr durch die Reptilien. Gleichzeitig breiteten sich die Fluten aus und weitere Einwohner mussten sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit bringen.
Unwetter und Überschwemmungen haben seit Ende Dezember in Mosambik, Südafrika und Simbabwe mehr als 100 Menschen getötet, Tausende Häuser zerstört sowie Straßen, Brücken, Schulen und Krankenhäuser beschädigt. Nach Angaben von Hilfsorganisationen sind mehr als 700.000 Menschen betroffen. Mehr als 50.000 Einwohner mussten in Notunterkünfte umziehen.
Bereits Anfang Januar töteten Krokodile in der Provinz Gaza zwei Menschen und verletzten drei weitere. Vor wenigen Tagen habe ein Krokodil in Moamba in der Hauptstadtprovinz Maputo einen Mann verschlungen, sagte der dort verantwortliche Politiker Henriques Bongece örtlichen Medien. „Wir möchten alle dringend bitten, sich nicht in ruhige Gewässer zu begeben, weil sich dort Krokodile tummeln“, sagte er.
Die Behörden in Maputo erklärten, die Krokodile seien offenbar durch Überschwemmungen aus Südafrika in dieses Gebiet getrieben worden. „Die Pegelstände der Flüsse steigen und erreichen städtische oder dicht besiedelte Gebiete“, sagte die Leiterin des UN-Nothilfebüros Ocha in Mosambik, Paola Emerson, bei einem Besuch in Xai-Xai. „Die Krokodile, die in diesem Fall im Limpopo-Fluss leben, sind in der Lage, in bewohnte Gebiete vorzudringen, die jetzt unter Wasser stehen.“ Der Limpopo fließt von Südafrika durch Mosambik in den Indischen Ozean.