Seit 2019 flüchtig, wurde er in Nigeria festgenommen: Er muss eine Freiheitsstrafe von 21 Jahren und 11 Monaten wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum internationalen Handel mit Betäubungsmitteln verbüßen. Im Rahmen des Projekts „Wanted 2025“ wurde nach intensiven Ermittlungen, die von der mobilen Einsatzgruppe von Caserta, dem Zentralen operativen Dienst der Staatspolizei und dem Dienst für internationale polizeiliche Zusammenarbeit unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Neapel durchgeführt wurden, die National Drug Law Enforcement Agency in Nigeria tätig und verhaftete Rowana Isah Ebisan, einen 64-jährigen Nigerianer, der zu 22 Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zum Kokainhandel und mehrerer Fälle von Drogenverkauf verurteilt wurde.
Der Mann galt als Kopf und Förderer einer weit verzweigten kriminellen Organisation, die durch einen starken ethnischen und kulturellen Zusammenhalt der Mitglieder geprägt war und sich auf den Handel großer Mengen Kokain spezialisierte, das aus dem Ausland durch sogenannte „Schluckerkuriere“ eingeführt und in Castel Volturno verkauft werden sollte, wo sich die Basis in einem Callcenter befand, das direkt vom Festgenommenen geleitet wurde. Er wurde während der Ermittlungen festgenommen und im ersten Prozess freigelassen, setzte sich aber seit 2019 ab und entzog sich so der Vollstreckung der Reststrafe von 21 Jahren, 11 Monaten und 16 Tagen Freiheitsentzug.
Die Suche nach dem Verurteilten wurde der mobilen Einsatzgruppe Caserta von der Generalstaatsanwaltschaft Neapel im Rahmen eines größeren institutionellen Kooperationsprojekts übertragen, das darauf abzielte, endgültige Urteile tatsächlich zu vollstrecken, bei denen die Verurteilten nicht auffindbar waren. Die mobile Einsatzgruppe leitete Ermittlungen auch gegen Familienangehörige und andere dem Festgenommenen nahestehende Personen ein. Diese Ermittlungen ergaben zunächst, dass Ebisan tatsächlich im Südosten Nigerias anwesend war, und ermöglichten es dann, den Suchbereich auf die Stadt Sapele einzugrenzen.
Die Festnahme erfolgte durch das Zusammenwirken und die Zusammenarbeit zwischen der Justizbehörde, der mobilen Einsatzgruppe Caserta, dem Zentralen operativen Dienst und dem Dienst für internationale polizeiliche Zusammenarbeit. Entscheidend war auch das Eingreifen der National Drug Law Enforcement Agency, die – auf Ersuchen der Polizeibehörden – den Mann lokalisierte und festnahm.
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