Die Schließung oder Behinderung der Durchfahrt bei Bab al-Mandab würde Saudi-Arabien einer wichtigen Alternative zur Straße von Hormus berauben. Die Furcht vor Engpässen bei der Ölversorgung dürfte damit verstärkt werden. Der Schiffsverkehr im Roten Meer hat sich seit Beginn der Huthi-Angriffe vor der jemenitischen Küste im November 2023 im Zuge des Gaza-Kriegs nicht vollständig erholt. Die Miliz hatte ihre Angriffe als Akt der Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen im Krieg mit Israel bezeichnet.

USA und Saudi-Arabien greifen „Terroristen“ im Irak an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften im Irak Angriffe gegen dem Iran nahestehende „Terroristen“ durchgeführt. Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarden sollen demnach die „Terroristen“ zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien „erfolglos“ gewesen.

Iran startet „Überraschungsangriff“ auf US-Truppen

Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen „Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen.“

Ein iranisches Raketensystem, ausgestellt auf einem Platz in Teheran. (Archivbild).Vergrößern des BildesEin iranisches Raketensystem, ausgestellt auf einem Platz in Teheran. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Fatemeh Bahrami)

Einheiten der Iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, erklärte Centcom auf der Plattform X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei.

Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran.

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