Bei zwei separaten Angriffen am 30. Juli im sudanesischen Bundesstaat Nord-Kordofan wurden mindestens 33 Zivilisten getötet. Die Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) eskalierten.

Laut Zeugenaussagen wurden bei dem Luftangriff auf das Dorf Sharshar westlich der Stadt Bara mindestens 24 Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, getötet.

Die Dar Hammar Emergency Coordination Organization teilte mit, dass die SAF Luftangriffe auf RSF-Stellungen in El Jamama, El Mazroub, Sharshar und Abu Hadid durchgeführt habe.

Die Organisation „Unterstützung für die Opfer in Darfur“ rief alle Parteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten und den Konflikt zu beenden, während die sudanesische Staatsbildungsallianz – eine mit RSF verbundene Truppe – eine unabhängige internationale Untersuchung forderte.

Ebenfalls am 30. Juli berichtete das Sudanese Doctors Network, dass bei einem separaten RSF-Angriff auf das Gebiet El Jamama westlich von Bara neun Zivilisten, darunter zwei Frauen, getötet und 14 weitere verletzt wurden.

Laut der Organisation plünderten RSF-Kämpfer Märkte, medizinische Einrichtungen und das Eigentum anderer Menschen und zwangen viele Familien zur Flucht. Emergency Lawyers, eine Organisation, die den Konflikt im Sudan beobachtet, erklärte, dass RSF Zivilisten angreift, Häuser plündert und Märkte zerstört, und bezeichnete dies als schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.

Der Staat Nord-Kordofan entwickelt sich zu einer der wichtigsten Fronten, da die SAF eine Operation zur Rückeroberung der Stadt Bara startet, einer strategischen RSF-Hochburg an der Straße, die die Hauptstadt Khartum mit der Region Darfur verbindet.

In den letzten Wochen haben sich die Kämpfe in Nordkordofan durch Luftangriffe der SAF und Gegenangriffe der RSF verschärft, was zu einem kontinuierlichen Anstieg der zivilen Opfer und Vertreibungen geführt hat.

Der Konflikt zwischen den SAF und RSF, der im April 2023 ausbrach, hat Zehntausende Menschen das Leben gekostet und mehr als 14 Millionen vertrieben und damit eine der schwersten humanitären Krisen der Welt ausgelöst.

Die Vereinten Nationen haben wiederholt davor gewarnt, dass Sudan mit einer weit verbreiteten Nahrungsmittelkrise konfrontiert ist, und haben alle Parteien aufgefordert, die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und humanitäre Hilfe zu erleichtern.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/giao-tranh-tai-sudan-leo-thang-hang-chuc-dan-thuong-thuong-vong-post1127444.vnp