
Menschen gelangten schwimmend an Küste von Ceuta
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Binnen 24 Stunden sind laut offiziellen Angaben rund 60.000 Migranten in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt. Sie seien aus Marokko auf dem See- und Landweg in das Gebiet gekommen, erklärten die Behörden am Freitag. Dabei starben über 30 Menschen. Das an der Küste gelegene Ceuta sowie die zweite Exklave Melilla sind immer wieder Ziel von Migranten, die von Marokko aus die EU erreichen wollen. Später hieß es, 25.000 Personen hätten die Exklaven wieder verlassen.
Nach dem jüngsten Massenandrang hat Spaniens Regierung zur Unterstützung der örtlichen Polizei Militär entsandt. Schätzungen aus Polizeikreisen waren zu Beginn von mehr als 20.000 Menschen ausgegangen, die überwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt seien, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete. Danach gab das spanische Innenministerium die Zahl mit rund 49.000 an. Die Zahl von 60.000 Ankömmlingen ist die größte Zahl seit 2021. Sie entspreche 70 Prozent der Bevölkerung der Exklave, erklärte der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, am Freitag vor Reportern. „Diese Zahl zeigt, dass es unmöglich ist, einen solchen Druck aufzufangen“, fügte er hinzu. Ceuta zählt normalerweise rund 87.000 Einwohner. Es war Vivas, der sagte, dass mindestens 34 Menschen beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben gekommen seien. Zuvor war von 18 Todesopfern die Rede gewesen.