Newsblog zum Ansturm auf spanische Exklaven

EU: „Keine Person hat die Grenze zum EU-Festland überschritten“

Aktualisiert am 01.08.2026Lesedauer: 11 Min.

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Dutzende Männer strömen aus einem Lastwagen: Diese Szene wirft Fragen auf.

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In der Nacht zu Freitag ist es auch in der zweiten spanischen Exklave in Nordafrika zu massenhaften Grenzübertritten gekommen. Die Lage im Newsblog.

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EU berät über Ceuta-Krise

Heute wollen sich Experten der EU-Mitgliedstaaten in einer Krisensitzung über die Entwicklungen austauschen, wie ein Sprecher der irischen Ratspräsidentschaft mitteilte.

„Keine einzige Person hat die Grenze zum EU-Festland überschritten“, versicherte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner. Nach Angaben des spanischen Außenministers José Manuel Albares sind nahezu alle der mindestens 50.000 irregulär eingereisten Menschen von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. Mindestens 57 Menschen waren beim Überqueren der Grenze nach Ceuta übers Meer ums Leben gekommen.

Barley fordert Unterstüztung für Spanien

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta dringt die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), auf Unterstützung der Europäischen Union für Spanien. „Möglicherweise wird Migration von interessierter Seite strategisch als Druckmittel eingesetzt“, sagte Barley der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben). „Deshalb sollte die EU jetzt geeint an der Seite Spaniens stehen und das Land dabei unterstützen, die Situation vor Ort unter Kontrolle zu bekommen.“

Ansturm auf Exklave in Mellila

Nach dem Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta haben auch in Melilla Migranten versucht, dort einzudringen. Allerdings ist die Zahl geringer. Es gab Zusammenstöße mit der Polizei.

EVP-Chef will Stärkung von Frontex

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika eine Stärkung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gefordert. „Ceuta ist nicht nur spanische Grenze, sondern auch europäische Grenze“, sagte der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) am Freitag im ZDF-„heute-journal“. „Das darf Europa nicht passieren“, sagte Weber.

Die spanische Regierung müsse sicherstellen, dass sich ein vergleichbarer Vorfall nicht wiederhole, forderte Weber. Er zeigte kein Verständnis dafür, dass die Regierung von Pedro Sánchez keine europäische Hilfe in Anspruch genommen habe.

Spanien mahnt EU-Länder: Achtung der Verträge ist Pflicht

Nach Kritik und Gegenmaßnahmen anderer EU-Länder wegen des Migrantenandrangs in Ceuta hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zur Achtung der europäischen Verträge gemahnt. „Solidarität und Mitgefühl sind freiwillig. Die Achtung der europäischen Verträge und der Datenlage ist es nicht“, schrieb Sánchez auf der Plattform X. Es sei an der Zeit, an einem starken und geeinten Europa weiterzubauen – und Europa nicht zu spalten.

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez: Wegen der Krise in Ceuta steht der Sozialist unter Druck.Vergrößern des BildesSpaniens Premierminister Pedro Sánchez: Wegen der Krise in Ceuta steht der Sozialist auxh international unter Druck. (Quelle: IMAGO/Javier Fernández)