Ägypten zählt zu einem der wichtigsten Länder, wenn es um archäologische Funde geht. Neben der enormen Vielzahl an Entdeckungen sind diese unabhängig vom Alter obendrein oft auch in außerordentlich gutem Zustand. Das erlaubt Forschenden einen detaillierten Einblick in frühere Kulturen und Völker. Jetzt konnte ein Team ein großes Grabkomplex bergen.
Diverse archäologische Funde in Tel al-Dair entdeckt
Eine der bekanntesten archäologischen Fundstätten in Ägypten ist Tel al-Dair. Sie befindet sich im im Gouvernement Damiette und stammt aus dem Spätzeit-Altertum bis zum Ende der Römerzeit. Wie das Ägyptische Ministerium für Tourismus und Antiquitäten auf Facebook berichtet, konnte man dort nun ein vollwertiges Bestattungszentrum ausfindig machen.
Zu den Funden gehören unter anderem „etwa zwanzig einzigartige Grabsteine aus Kalkstein“, wie es in der Mitteilung heißt. In die Steine wurden diverse Symbole und Gottheiten religiöser Bedeutung sowie menschliche Gestalten gehauen. Darüber hinaus konnte man Särge aus Ton, Begräbnisamulette, Räuchergefäße aus Ton sowie verzierte Öllampen in verschiedenen Formen bergen.
Topaktuell
Neue Einblicke in rituelle und symbolische Praktiken
Wie das Ministerium erklärt, erweitern die archäologischen Funde die Kenntnisse über jene Völker, die einst vor Ort lebten. Die Artefakte sind dabei vermutlich mindestens 2.000 Jahre alt. Sie stammen nämlich wie andere Fundstücke aus der Stätte auch aus dem Spätzeit-Altertum bis zum Ende der Römerzeit.
Professor Mohamed Abdel-Badi, Leiter des Bereichs Ägyptische Altertümer beim Obersten Rat für Altertümer, kommentiert abschließend: „Diese Funde vermitteln ein umfassenderes Bild der rituellen und symbolischen Praktiken im Zusammenhang mit Bestattungsbräuchen in den verschiedenen Epochen […].“
Quellen: Facebook/@Ministry of Tourism and Antiquities وزارة السياحة والآثارs
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