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Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, steht Trainer Walid Regragui (50) nach dem Final-Debakel beim Afrika-Cup (0:1 gegen Senegal) kurz vor dem Rücktritt als Nationaltrainer Marokkos – und würde damit auch für die Weltmeisterschaft 2026 nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Rückzug des Erfolgscoaches wäre ein echtes Beben für den marokkanischen Fußball.
WM-Beben für Marokko!
Regragui war der Architekt des größten Erfolgs der Fußballgeschichte des Landes: Bei der WM 2022 in Katar führte er Marokko sensationell ins Halbfinale, als erster afrikanischer Trainer überhaupt. Der vierte Platz beim Turnier brachte ihm und seinem Team weltweite Anerkennung. Seitdem galt er als Gesicht des sportlichen Aufschwungs.
Doch laut Medienberichten soll Regragui in den kommenden Tagen offiziell zurücktreten. Bereits zuvor hatte der Coach wiederholt über den immensen Druck und die Erwartungshaltung im eigenen Land geklagt. In seiner Amtszeit gewann er 48 seiner 66 Spiele, verlor nur neun, eine starke Siegquote von 73 Prozent.
Regragui hatte sich mit dieser Aussage zuletzt öffentlich zur Belastung geäußert: „Es ist ein hoher Druck, den wir in Marokko spüren. Wenn wir nicht gewinnen, ist es, als hätten wir alles verloren.“
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Sein Abschied würde nicht nur eine große sportliche Lücke hinterlassen, sondern auch eine Richtungsdebatte auslösen. Denn der Verband plant Großes, insbesondere mit Blick auf die WM 2030, die zum Teil in Marokko stattfindet.
Und eine Barça-Legende könnte eine Schlüsselrolle übernehmen. Wie die spanische Zeitung AS berichtet, befindet sich Andrés Iniesta aktuell in Gesprächen mit dem marokkanischen Verband. Eine Rolle als Sportdirektor oder im Trainerteam sei im Gespräch. Klar ist: Marokko will die Strahlkraft des Weltmeisters nutzen, um den nächsten Schritt zu machen.
Iniesta könnte Teil eines neuen Projekts werden, mit Fokus auf die Heim-WM 2030. Das Turnier findet gemeinsam mit Spanien und Portugal statt. Marokko ist automatisch qualifiziert und will sich nicht mit der Gastgeberrolle begnügen.
Zuvor steht aber die WM 2026 an, bei der Marokko in Gruppe C auf Brasilien, Haiti und Schottland trifft. Ob dann noch Regragui an der Seitenlinie steht ist mehr als fraglich.