Das Restaurant „Mauritius“ in der Ulmer Karlstraße hat seit dem 2. August geschlossen. Am Freitag wird an gleicher Stelle aber bereits eine neue Location eröffnen: das „Rivage“. Für den Inhaber ist es der Schritt in die absolute Entscheidungsfreiheit.

Pasta, Pizza, Bowls, Schnitzel und Co. gab es hier bisher. Manches wird bleiben, anderes ändert sich. Für Betreiber Levent Aksakal ist der Neuanfang der Weg in die hundertprozentige Selbstständigkeit. Denn das Mauritius war Teil der gleichnamigen Franchise-Kette, daher waren Speisen, Rezepte, Cocktails, ja selbst das Geschirr komplett vorgegeben. Nun hat der 37-Jährige ein ganz eigenes Konzept erstellt.

Vor fast genau sechs Jahren öffnete er die Türen des Mauritius. Unglücklicherweise fiel der Start mitten in die Corona-Pandemie. Und auch danach sei es schwierig gewesen, die Gäste wieder zu begeistern, sagt er. Ansonsten hätten er und das Mauritius aber „wie Schlüssel und Schloss zusammengepasst“. „Es war mein Sprungbrett in die hundertprozentige Selbstständigkeit“, sagt er heute.

In der Karlstraße gibt es kaum Laufkundschaft – man muss die Gäste überzeugen, wiederzukommen

Doch gerade an dem Standort in der Karlstraße, wo es wenig Laufkundschaft gint und durch eine nahegelegene Kantine große Konkurrenz beim Mittagstisch, sei Flexibilität wichtig, um die Kunden immer wieder zu begeistern, betont er. Das sei ihm als Franchise-Gesellschafter nicht möglich gewesen, dabei hätte er gerne auch mal saisonale Gerichte angeboten. Selbst das Marketing wurde zentral gesteuert. „In den sechs Jahren haben wir es nicht geschafft, dass die Menschen in der Stadtmitte das Mauritius kennen“, sagt er.

Vor etwa drei Monaten sei die Entscheidung gefallen, sich zu lösen und einen Neuanfang zu wagen. Konzepte, auch für die Speisen, wurden in dieser Zeit bereits ausgetüftelt. In den ersten Augusttagen erfolgen die weiteren Vorbereitungen: Denn auch optisch verändert sich manches im Restaurant. Ursprünglich aus der Veranstaltungsbranche kommend, hofft Aksakal, dass im Rivage einige Events stattfinden werden. 90 Plätze im Innen- und 160 Plätze im Außenbereich stehen dafür zur Verfügung. Die farblichen Akzente im Inneren sollen je nach Wunsch der Gäste flexibel angepasst werden können, verrät er.

Im Außenbereich gibt es jede Menge Platz. Sogar eine Kinderspielecke und Steckdosen für Gäste, die hier arbeiten möchten, sind vorhanden.

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Im Außenbereich gibt es jede Menge Platz. Sogar eine Kinderspielecke und Steckdosen für Gäste, die hier arbeiten möchten, sind vorhanden.
Foto: Alexander Kaya

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Im Außenbereich gibt es jede Menge Platz. Sogar eine Kinderspielecke und Steckdosen für Gäste, die hier arbeiten möchten, sind vorhanden.
Foto: Alexander Kaya

Dasselbe Prinzip – Auswahl gemäß den eigenen Wünschen – gilt auch für die Speisen. Egal, ob Burger, Pizza, Kässpatzn, Schnitzel, Dorade oder mediterrane Gerichte: „Jeder soll etwas finden, das ihm schmeckt“, betont der gebürtige Neu-Ulmer. Auch die Beilagen lassen sich individuell anpassen, verrät er. Das Mittagstischangebot soll von der Leberkäsesemmel bis zum Geschnetzelten reichen. Die Getränke liefert der „Nachbar“ des Rivage: die Brauerei Gold Ochsen.

Am Wochenende hat das Rivage in Ulm bis 0 Uhr geöffnet

Der Name Rivage, französisch für Ufer oder Küste, wurde wegen der drei Flüsse in der Stadt – Donau, Iller und Blau – gewählt. „Lass uns die Küste sein“, war der Gedanke bei der Namensfindung, erzählt Aksakal. Die Eröffnung des Rivage startet am Freitag, 7. August, um 16 Uhr. Das Restaurant hat unter der Woche von 11.30 bis 23 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 0 Uhr.