Spanien besteht darauf, das Endspiel der WM 2030 im eigenen Land ausrichten zu dürfen. Die spanische Sportministerin Milagros Tolón reagierte auf einen Bericht der „Times“. Laut dem habe Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) Marokko das Finale angeboten, um sich die Unterstützung des Landes für seine Wiederwahl zu sichern.

Tolón erklärte im Interview mit dem spanischen Radiosender „Cadena Ser“: „[Der Bericht der „Times“] hat uns heute Nachmittag sehr überrascht, und das Wichtigste ist, dass die Fifa dies bereits dementiert hat. Wir arbeiten mit der Fifa zusammen und haben im September unser nächstes Treffen.“ Spanien habe als amtierender Weltmeister bei den Männern und Frauen sportlich Gewicht. Zudem habe man mit Portugal die Bewerbung für die WM-Austragung angeführt, bevor Marokko sich angeschlossen habe. „Ich vertraue darauf, dass das Finale in Spanien stattfinden wird“, so Tolón.

Spaniens Sportministerin Milagros Tolón

Spaniens Sportministerin Milagros Tolón

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Darum will Spanien das WM-Finale

Zwar betonte auch die spanische Sportministerin, „die Entscheidung liegt bei der Fifa“, doch stellte klar: „Wenn man den gesunden Menschenverstand heranzieht und vor allem die Vorteile berücksichtigt, die eine Austragung in Spanien mit sich bringt – denn wir verfügen über große Erfahrung mit Sportveranstaltungen –, und darüber hinaus verfügt Spanien über ein modernes Kommunikationsnetz und ein hohes Maß an Sicherheit – angesichts all dieser Vorteile bin ich überzeugt, dass die Fifa sich für ein Finale in Spanien entscheiden wird.“

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Ob Spanien ein Endspiel im Camp Nou in Barcelona oder im Bernabéu in Madrid stattfinden lassen würde, verriet Tolón nicht. Vorerst geht es nur ums Land. „Als Regierung möchten wir, dass das Finale in Spanien stattfindet. Die Entscheidung liegt zwar bei der Fifa, aber wir möchten, dass es in unserem Land stattfindet, weil wir es verdient haben und uns stets dafür eingesetzt haben, dass es in Spanien stattfindet“, so Tolón abschließend.

Die Fifa hat die Behauptung, Infantino habe Marokko die Austragung des WM-Finals versprochen, gegenüber der „dpa“ dementiert und als „falsch und irreführend“ abgetan.