Joker Bazoumana Toure sicherte der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup einen dramatischen 3:2-Sieg gegen Gabun und damit als Gruppensieger der Gruppe F den Einzug ins Achtelfinale.

Gabun, das ohne den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang auskommen musste, stand kurz vor der Sensation – doch die Elfenbeinküste kämpfte bis zum Schluss.

Es war ein schwacher Start für Alban Lafont: In der 11. Minute ließ er Teddy Averlant s schrägen Schuss von rechts abprallen, und Guelor Kanga reagierte am schnellsten und verwandelte den Nachschuss.

Und nur zehn Minuten später erhöhte Gabun, als Kanga s Flanke abgefälscht beim ungedeckten Denis Bouanga landete, der einen starken Abschluss ins rechte untere Eck zirkelte.

Danach erhöhte die Elfenbeinküste den Druck, Oumar Diakate traf den rechten Pfosten. Doch nur eine Minute vor der Pause verkürzte der Titelverteidiger: Wilfried Zaha wurde links nicht konsequent gestellt und legte quer auf Kean-Philippe Krasso, der einschob.

Nach der Pause zielten Clench Loufilou und Teddy Averlant für Gabun jeweils knapp drüber, doch die vergebenen Chancen rächten sich in der 84. Minute, als Evann Guessand einen wuchtigen Kopfball zum Ausgleich einköpfte.

Und als alles nach einem Remis aussah, setzte sich Toure gegen seinen Gegenspieler durch und verlängerte einen Kopfball an Francois Bekale vorbei – der Siegtreffer.

Für weitere späte Dramatik sorgte Ousmane Diomande, der in ein leeres Tor einschob, doch sein Treffer in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits aberkannt.

Durch den späten Sieg der Elfenbeinküste musste sich Kamerun trotz des 2:1-Comebacksiegs gegen Mosambik, bei dem Christian Kofame den entscheidenden Treffer erzielte, mit Rang zwei in der Gruppe begnügen – aufgrund der erzielten Tore.

Data Debrief: Elfenbeinküste zeigt ihre Klasse

Angesichts der 1,79 Expected Goals (xG) für das Team von Emerse Fae gegenüber 0,87 xG für Gabun hätte es sich geärgert, hier ohne Punkte dazustehen.

Die Elfenbeinküste kam insgesamt auf 21 Torschüsse, brachte aber nur fünf aufs Tor und tat sich schwer, Bekale im Gabuner Kasten wirklich zu prüfen.

Christopher Operi lieferte die Vorlagen zu den späten Treffern – nach einer starken Partie mit ligaweit sechs herausgespielten Chancen und 12 Hereingaben war das das Mindeste, was er verdiente.

Gabun hingegen verlor alle drei Gruppenspiele – zum ersten Mal seit den ersten drei Partien im Wettbewerb zwischen 1994 und 1996.

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