In der Demokratischen Republik Kongo wurden im Zuge des Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes mehr als 300 Todesfälle bei Kindern verzeichnet.

Angesichts der Tatsache, dass die Pandemie weiterhin Frauen und Kinder schwer trifft, fordern Gesundheitsexperten die Durchführung von Studien mit dem Ervebo-Impfstoff gegen den Bundibugyo-Virusstamm.

Laut Statistiken des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), die von einem Korrespondenten der vietnamesischen Nachrichtenagentur (VNA) bei den Vereinten Nationen zitiert wurden, ist die Provinz Ituri eines der am stärksten betroffenen Gebiete. Fast eine Million Menschen wurden aufgrund des Konflikts vertrieben, wobei Frauen und Kinder etwa 80 % dieser Zahl ausmachen.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) hat der Mitte Mai begonnene Ausbruch zum Tod von über 300 Kindern geführt. Dies entspricht etwa einem Viertel der registrierten Infektionen, aber fast einem Drittel der Gesamttodesfälle.

Die Vereinten Nationen warnen, dass die Pandemie die grundlegende Gesundheitsversorgung massiv beeinträchtigt. UN-Vizesprecher Farhan Haq erklärte, dass in den am stärksten betroffenen Gebieten die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in den letzten Monaten um mehr als 40 % zurückgegangen sei, da die Menschen Angst vor einer Ansteckung beim Besuch von Gesundheitseinrichtungen hätten.

Diese Situation hat auch gravierende Auswirkungen auf Schwangere. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) warnt, dass sich die Müttersterblichkeitsrate in der Provinz Ituri seit Ausbruch der Epidemie fast verdoppelt hat. Durchschnittlich sterben dort wöchentlich etwa sechs Frauen an schwangerschaftsbedingten Komplikationen. Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit dem Ebola-Virus infizieren, haben zudem ein sehr hohes Risiko einer Fehlgeburt.

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Zur Eindämmung des Ausbruchs setzte das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo zusammen mit Partnern wie den Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Africa CDC), UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 13.000 Gemeindemitarbeiter ein.

Diese Truppe hat über 2,4 Millionen Menschen erreicht, um das Bewusstsein für die Prävention und Früherkennung von Ebola zu schärfen, und hat über 500.000 Hausbesuche durchgeführt, um Fehlinformationen entgegenzuwirken und die Menschen zu ermutigen, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In einer damit zusammenhängenden Entwicklung empfahl die von der WHO am 7. August einberufene Expertengruppe, den Impfstoff Ervebo in eine randomisierte klinische Studie gegen den Bundibugyo-Virusstamm aufzunehmen.

Der Vorschlag basiert auf vorläufigen Daten aus Tierstudien, die darauf hindeuten, dass dieser Impfstoff potenziell einen gewissen Kreuzschutz bieten kann, insbesondere hinsichtlich der Verringerung des Sterberisikos durch den Bundibugyo-Stamm. Derzeit ist Ervebo der einzige zugelassene Impfstoff zur Vorbeugung von Erkrankungen, die durch den Zaire-Stamm des Ebola-Virus verursacht werden.

Nachdem der Ausbruch des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo am 16. Mai zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC) erklärt wurde, richtete die WHO Beratungsgruppen zur Bewertung von Impfstoffen und Behandlungsmethoden ein. Experten rieten damals von einer breiten Anwendung von Ervebo außerhalb sorgfältig konzipierter Studien ab, die die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen den Bundibugyo-Virus untersuchen sollten.

Bei der Sitzung am 31. Juli prüfte die Beratungsgruppe die neuesten Daten, darunter Ergebnisse aus Tierversuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass Ervebo einen gewissen Kreuzschutz gegen durch das Bundibugyovirus verursachte Erkrankungen bietet, insbesondere hinsichtlich der Verhinderung von Todesfällen.

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Nach der Bewertung von Sicherheit, Wirksamkeit, Verfügbarkeit und Durchführbarkeit kamen Experten zu dem Schluss, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass der Impfstoff bei der Anwendung bei Personen, die Kontakt zu bestätigten Fällen hatten, ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Die Beratungsgruppe empfiehlt jedoch weiterhin, randomisierten klinischen Studien Vorrang einzuräumen, da es derzeit keinen spezifischen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm gibt und die tatsächliche Wirksamkeit von Ervebo gegen diesen Virusstamm noch weiterer Beweise bedarf.

Experten betonten zudem, dass die Forschung und Entwicklung eines spezifischen Impfstoffs gegen Bundibugyo die langfristige und optimale Lösung darstellt.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/cong-hoa-dan-chu-congo-ghi-nhan-hon-300-tre-em-tu-vong-do-ebola-post1129001.vnp