Der Unterwasser-Wasserfall von Mauritius ist kein Naturwunder im klassischen Sinne, sondern eine perfekte Illusion. Vor der Halbinsel Le Morne, eingebettet in eine türkisfarbene Lagune, sieht es aus, als würden Wassermassen in dunkle Tiefen stürzen. Wer Mauritius ohnehin auf dem Schirm hat – oder noch nach einem Reiseziel sucht, das mehr als nur Strand und Sonnenschein bietet –, sollte dieses Phänomen unbedingt einplanen.
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Eine täuschende Illusion – und trotzdem atemberaubend
Bei dem Unterwasser-Wasserfall handelt es sich genau genommen gar nicht um einen Wasserfall. Es handelt sich vielmehr um Sand, der durch starke Abwärtsströmungen vom Felssockel der Insel in einen tiefen Meeresgraben gespült wird.
Der Anblick dieses Unterwasser-Wasserfalls ist einfach spektakulär. Credit: IMAGO / YAY Images
Mauritius liegt gemeinsam mit La Réunion und Rodrigues auf einem unterseeischen Plateau, dessen Rand stellenweise steil in den Indischen Ozean abfällt. Genau dort entstehen diese Strömungen, die feinen Sand und Sedimente mitreißen und aus der Vogelperspektive das Bild eines gewaltigen Wasserfalls erzeugen. Das Ergebnis sind Stromlinien unter der Meeresoberfläche, die so überzeugend wirken, dass selbst Fotos wie bearbeitet aussehen. Kein Filter nötig.
Wo finde ich den Unterwasser-Wasserfall?
Der Wasserfall, der keiner ist, liegt etwa 800 Meter vor der Südküste von Mauritius, direkt vor der Halbinsel Le Morne. Das Wahrzeichen der Region ist der 556 Meter hohe Berg Le Morne Brabant, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Aufstieg auf den Berg – rund 3,5 Kilometer, das letzte Stück ist steil und felsig – lohnt sich für den Panoramablick über die Lagune. Der Wasserfall selbst ist von dort allerdings nicht erkennbar. Laut DERTOUR empfiehlt sich für den Aufstieg ein Guide, da der Weg nicht ausreichend ausgeschildert ist.
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Der Blick vom Berg Le Morne Brabant ist atemberauben.d Credit: IMAGO / PanthermediaAbheben – die einzige Art, ihn wirklich zu sehen
Die volle Wirkung des Unterwasser-Wasserfalls entfaltet sich nur aus der Luft, wie die Plattform Reisereporter berichtet. Es stehen zwei Optionen zur Wahl:
Helikopterflug: Anbieter wie Corail bieten 75-minütige Flüge für bis zu vier Personen zu einem Preis von rund 3.000 Euro an. Wasserflugzeug: günstiger und flexibler – etwa 150 Euro pro Person für 15 Minuten oder knapp 500 Euro für 80 Minuten. Das Flugzeug bietet jeweils nur einer Person Platz. Paarflüge in zwei Maschinen sind aber möglich, zum Beispiel über den Anbieter Manawa.
Wer weder das Budget noch die Nerven für einen Flug mitbringt, kann mit einer Drohne denselben Blickwinkel einfangen. Auf Mauritius sind Drohnen grundsätzlich erlaubt, es gelten jedoch einige Regeln zu Abstandsvorgaben – laut DERTOUR lohnt es sich, diese vorab online nachzuschauen.
Mehr als nur ein Foto-Moment
Die Lagune selbst lässt sich auch vom Wasser aus erleben – beim Schwimmen oder Surfen. Den Wasserfall sieht man von dort zwar nicht, aber das klare Wasser und die Kulisse rund um Le Morne machen den Ausflug zu etwas Besonderem. Und wer einen klassischen Wasserfall vermisst, findet einen echten in Chamarel – inklusive Bademöglichkeit und der berühmten siebenfarbigen Erde in der Umgebung.
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