Das alte Ägypten ist der Stoff zahlreicher Legenden und Sagen. In Dakahlia im östlichen Nildelta zeugen aktuelle archäologische Funde nun erneut von einer jahrtausendealten menschlichen Besiedlung.

Archäologische Funde im östlichen Nildelta

So teilt das ägyptische Ministerium für Altertümer und Tourismus am 8. August mit, dass an der Stätte Kom El-Khilgan eine Nekropole entdeckt wurde, die von der prädynastischen Zeit bis zur griechisch-römischen Epoche reicht. Ebenso wurde dort ein Wohnviertel aus der Zweiten Zwischenzeit freigelegt (etwa 1648 bis 1550 vor Christus).

Laut dem Ministerium handelt es sich bei den archäologischen Funden um „eine bedeutende Entdeckung“. Diese gibt Aufschluss über die zivilisatorische und siedlungsgeschichtliche Entwicklung der Region des östlichen Deltas über Jahrtausende hinweg.

Topaktuell

Zahlreiche Gräber freigelegt

Die frühesten Funde an dieser Stätte lassen sich der ersten Hälfte des vierten Jahrtausends vor Christus zuordnen. Dazu gehören einfache, ovale Grubengräber, die Bestattungen in verschiedenen Positionen enthielten. Die Gräber zeichneten sich durch bescheidene Beigaben aus. Lediglich kleine, handgefertigte Keramikgefäße und Meeresschnecken wurden dort gefunden. Die Dichte der Bestattungen weist aber auf eine große Bevölkerung an diesem Ort während jener frühen Epoche hin.

Zu den archäologischen Funden aus späterer Zeit gehören Überreste von Lehmziegelbauten, Getreidesilos, Öfen und Feuerstellen. Diese Entdeckungen gewähren Einblicke in den Alltag und die wirtschaftlichen Aktivitäten der damaligen Bewohner*innen. Keramik, Steinwerkzeuge sowie beträchtliche Mengen an Fisch-, Vogel- und Tierknochen geben derweil wertvolle Aufschlüsse über die Ernährung und Lebensweise der Menschen während der Zweiten Zwischenzeit.

Die Gräber aus der Zeit der 15. bis 17. Dynastie sowie aus dem frühen Neuen Reich enthalten derweil auch weitaus diversere Beigaben, darunter Schmuck, Amulette, Skarabäen, Bronzewerkzeuge und Waffen. Vorläufige Untersuchungen zeigten hier zudem eine deutliche Vielfalt hinsichtlich der Bestattungspositionen, Altersgruppen und Bestattungsbräuche.

Quelle: Facebook/@Ministry of Tourism and Antiquities – وزارة السياحة والآثار

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