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Amboseli (Kenia) – Im Süden Kenias gibt ein mysteriöses Elefantensterben Naturschützern und Ärzten Rätsel auf. Seit Ende Juni sind dort mindestens 19 Tiere verendet. Die meisten von ihnen waren Weibchen oder Jungtiere.
Nun sorgt ein weiterer Fall für Aufmerksamkeit: Der Elefantenbulle „Dschingis Khan“ zeigt dieselben Symptome wie die bereits gestorbenen Tiere. Auf Fotos ist zu sehen, wie er am Boden liegt und immer wieder versucht, aufzustehen. Doch seine Beine tragen ihn nicht mehr.
Statt voranzukommen, dreht er sich im Kreis und wirbelt dabei Staub auf. Nach Angaben von Wildhütern litten die verendeten Elefanten vor ihrem Tod unter ähnlichen Beschwerden. Besonders auffällig seien Lähmungserscheinungen gewesen, die dazu führten, dass die Tiere nicht mehr aufstehen konnten. Ob auch „Dschingis Khan“ die Erkrankung überleben wird, ist unklar. Sollte der Bulle sterben, wäre er bereits das 20. bekannte Opfer der mysteriösen Krankheit in der Region.

Die erkrankten Elefanten können nicht mehr aufstehen, da ihre Beine versagen
Foto: SIMON MAINA/AFP

Tierärzte kämpfen um das Leben von Dschingis Khan
Foto: SIMON MAINA/AFP

Bereits 19 Elefanten sind an der mysteriösen Krankheit gestorben
Foto: SIMON MAINA/AFP
Ermittler prüfen Vergiftungsverdacht
Woran die Tiere erkranken, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die kenianische Wildschutzbehörde KWS hatte Ende Juli jedoch mitgeteilt, in mehreren Kadavern eine erhöhte Konzentration des Gifts Cyanid festgestellt zu haben.
Deshalb prüfen die Behörden derzeit, ob die Elefanten möglicherweise durch Pestizide vergiftet wurden. Eine Theorie lautet, dass die Tiere Früchte von Farmen rund um das Schutzgebiet gefressen haben könnten und dabei mit den giftigen Stoffen in Kontakt kamen. Die Untersuchungen laufen weiter. Naturschützer hoffen, die Ursache schnell zu finden, um weitere Todesfälle in einer der bekanntesten Elefantenregionen Afrikas zu verhindern.